Lauberhorn: Wengen fürchtet sich vor einer Absage
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LauberhornWengen fürchtet sich vor einer Absage

Horrorszenario Rennabsage: Adelboden hats erwischt, Wengen fürchtet sich davor. Kommt das für Samstag angesagte Kaiserwetter am Lauberhorn zu spät?

von
Peter Berger

Kein Training, kein Rennen. «Wir brauchen mindestens ein Training, um die Super-Kombination vom Freitag austragen zu können», erkärt Urs Näpflin. Der Lauberhorn-Rennleiter entschied deshalb schon am Samstag, das erste Abfahrtstraining nicht wie geplant am Mittwoch, sondern schon heute durchzuführen.

In Adelboden fiel am Samstag der Riesenslalom dem Nebel zum Opfer. «Auch für uns wäre eine Absage fatal. Bis dass Rennen vorbei ist, fürchten wir uns immer davor», gesteht Näpflin. Auf 300 000 bis 400 000 Franken beziffert er das Loch in der Kasse bei einer Absage. Wie Adelboden hat auch Wengen für 100 000 Franken eine Schlechtwetterversicherung abgeschlossen. Sechsmal musste die Abfahrt in den vergangenen 20 Jahren abgesagt werden, zuletzt 2004.

Die Vorverschiebung des Trainings könnte sich als entscheidender Schachzug erweisen. «Für Mittwoch sieht es ganz schlecht aus», sagt Felix Baum vom Wetterbüro MeteoNews. «Auch am Donnerstag könnte es im unteren Teil der Lauberhorn-Strecke noch Nebel haben.» Heute steht dagegen einem Training aus wettertechnischer Sicht nichts im Weg. Auch für die Renntage hat Meteorologe Baum wenig Bedenken. «Am Freitag bleibts bei einem Mix aus Sonne und Wolken trocken. Am Samstag sieht es für die Abfahrt tipptopp aus. Es dürfte in den Bergen wunderschön sein; bei einer Temperatur von minus 3 Grad auf 2000 Metern.»

Noch unsicher ist die Prognose für Sonntag. «Aber die Abfahrt ist viel anfälliger als der Slalom», weiss Näpflin. Die Piste ist für die Läufe durch den Stangenwald jedenfalls bereit. Gestern wurde der Hang in Innerwengen mit Wasser präpariert.

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