Penalty: Wenger wittert eine Verschwörung

Aktualisiert

PenaltyWenger wittert eine Verschwörung

Schon wieder ein umstrittener Penalty gegen sein Team: Arsène Wenger ist nach dem 2:2 gegen Chelsea ausser sich.

von
fas

Was für ein elektrisierendes Finish eines packenden Derbys: In der 84. Minute schiesst Chelsea-Verteidiger Marcos Alonso im Derby bei Arsenal den vermeintlichen 2:1-Siegtreffer, Arsenals Hector Bellerin trifft in der Nachspielzeit traumhaft in die Ecke zum Ausgleich und wenige Sekunden später vergeben Alvaro Morata und Davida Zappacosta den Lucky Punch für Chelsea.

Es hätte genug zu diskutieren gegeben. Das Traumtor von Bellerin, wie einfach Zappacosta seinen Gegner Ainsley Maitland-Niles vor dem 2:1 abschüttelte oder die zahlreichen Torchancen, die Chelseas 62-Millionen-Stürmer Alvaro Morato vergab. Arsène Wenger hatte nach dem fünften Remis in den letzten sieben Premier-League-Spielen aber etwas anderes auf dem Herzen: den Schiedsrichter.

«Grotesk», fand der 68-Jährige den Penaltypfiff, dank dem Eden Hazard in der 67. Minute ausgleichen konnte: «Es war ein bemerkenswertes Spiel. Und einmal mehr gab es drei strittige Szenen, in denen gegen uns entschieden wurde.» Wenger hatte im Chelsea-Strafraum zwei Aktionen gesehen, die für sein Empfinden elfmeterwürdig gewesen seien.

Wenger wird eine Beschwerde einlegen

Weil der Franzose in den Entscheidungen der Unparteiischen System sieht, kündigte er eine Beschwerde beim englischen Fussballverband (FA) an: «Es hängt mir zum Hals raus. Die Schiedsrichter kommen mit allem davon.» Dennoch glaubt er nicht, dass sich kurzfristig etwas an der Situation ändern wird: «Wir müssen damit leben und lernen, damit umzugehen. Im Moment sehen wir uns wirklich überraschenden Entscheidungen ausgesetzt.»

Bereits beim 1:1 gegen West Bromwich am 31. Dezember wurde Arsenal ein umstrittener Strafstoss zum Verhängnis. Jay Rodriguez nutzte die Gunst der Stunde und verwandelte in der 89. Minute zum Ausgleich. Danach tobte Wenger: «Ich habe vor mehreren Jahren hart dafür gekämpft, dass wir professionelle Schiedsrichter bekommen. Aber ich sehe keinen Fortschritt.» Weil er die Integrität von Schiedsrichter Mike Dean infrage stellte, wurde vom FA ein Verfahren gegen Wenger eingeleitet.

Deine Meinung