Lizenzvergabe: Wenig Interesse für irakische Öl-Lizenzen
Aktualisiert

LizenzvergabeWenig Interesse für irakische Öl-Lizenzen

Nach enttäuschendem Interesse bei der ersten Vergabe von Öl-Lizenzen seit über 30 Jahren hat die irakische Regierung eine zweite Runde auf einen noch unbestimmten Termin verschoben.

Ursprünglich sollten noch in diesem Jahr Förderrechte für elf Öl- und Gasfelder an internationale Unternehmen vergeben werden. Irak wollte mit den Einnahmen seinen Aufbau nach dem Krieg voranbringen.

Ein Sprecher des Ölministeriums sagte am Donnerstag, die zweite Vergaberunde werde später stattfinden. Der Termin müsse noch festgelegt werden. Im August solle es in Istanbul ein Treffen mit Vertretern von neun Öl-Konzernen geben, um die neuen Abläufe und Termine zu erörtern.

Anfang der Woche war die Vergabe von Lizenzen für sechs Öl- und zwei Gas-Felder eher enttäuschend verlaufen. Zwar beteiligten sich 30 internationale Konzerne, doch wurde am Ende nur eine einzige Lizenz vergeben. Der britische Energieriese BP erhielt zusammen mit der chinesischen CNPC den Zuschlag für die Förderung auf dem mit einer geschätzten Reserve von 17,8 Milliarden Barrel grössten Ölfeld Rumaila im Süden des Landes. Weitere Interessenten wurden offenbar durch die finanziellen Bedingungen abgeschreckt, die Irak mit der Lizenzvergabe verbunden hat. (dapd)

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