Sex-Drive-In: Wenig Verkehr auf dem Zürcher Strichplatz
Aktualisiert

Sex-Drive-InWenig Verkehr auf dem Zürcher Strichplatz

Der Zürcher Strichplatz ist seit drei Wochen in Betrieb. Viel ist nicht los, wie ein Augenschein zeigt. Milieukenner Landmann spricht von «Schwankungen, die sich einpendeln».

von
rom
Mal läufts auf dem Strichplatz mehr, mal weniger – hier eine Impression vom 26. August.

Mal läufts auf dem Strichplatz mehr, mal weniger – hier eine Impression vom 26. August.

Sieben Prostituierte im Angebot, vier Freier in ihren Autos am Ausschau halten, drei von zehn Sexboxen besetzt. So ruhig präsentierte sich der Strichplatz am vergangenen Samstag um 22 Uhr. Gegen Mitternacht war gar noch weniger los: fünf Prostituierte, zwei Freier am kurven, zwei Sexboxen besetzt. Und um 2 Uhr schliesslich zehn Prostituierte, kein Freier und alle Sex-Boxen leer. Sieht so das florierende Wochenendgeschäft aus? «Wahrscheinlich liegts am Regenwetter», zuckte die Prostituierte Lydia* mit den Schultern. Denn grundsätzlich laufe das Business auf dem genau heute vor drei Wochen eröffneten Strichplatz gut. Ebenfalls tote Hose herrschte am Samstagabend auf dem Strassenstrich in der Brunau. Bloss eine Prostituierte versuchte dort ihr Glück.

Dies wundert Rechtsanwalt und Milieukenner Valentin Landmann nicht: «In der Brunau gibts praktisch keine Anhaltemöglichkeiten.» Zur Flaute im Sex-Drive-In sagt er: «Der Strassenstrich ist wie jedes Geschäft Schwankungen unterworfen.» Nach der anfänglichen Neugier kehre nun der Alltag ein. «Mal läuft mehr, mal weniger – das wird sich einpendeln», so Landmann. «Die Feedbacks der Frauen zum Strichplatz sind meist gut und auch von Freierseite habe ich noch nie jemanden jammern gehört, es sei zu wenig Auswahl vorhanden gewesen.»

*Name geändert

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