Aktualisiert 08.03.2004 22:29

Weniger Arbeitslose – zum ersten Mal seit April 2002

Erstmals seit fast zwei Jahren ist die Arbeitslosenquote in der Schweiz leicht gesunken. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt auch vom Dollar ab.

Ende Februar waren in der Schweiz 165 979 Menschen arbeitslos gemeldet, 2184 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ging damit zum ersten Mal seit April 2002 leicht zurück und lag Ende des letzten Monats bei 4,2 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gestern mitteilte. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der offenen Stellen um 1738 auf 11 189 deutlich zugenommen hat. Am stärksten profitierten die Tourismusindustrie und das Baugewerbe.

Ob und wie stark sich die Konjunktur in der Schweiz erholt und damit auch die Arbeitslosigkeit zurückgeht, hängt wesentlich vom Dollarkurs ab: Wenn sich die Schwäche des Greenback gegenüber dem Franken und dem Euro verstärkt, leidet das Exportland Schweiz. Kurz gesagt: Deutschland braucht für den Aufschwung die Ausfuhren in die USA. Ein schwacher Dollar verteuert für Amerika die Einkäufe aus Deutschland, weshalb das Volumen sinken könnte. Unter diesen Umständen dürfte Deutschland – als wichtigster Handelspartner der Schweiz – weniger eidgenössische Waren einführen. Das wiederum hemmt die Konjunktur in der Schweiz und behindert die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Franco Tonozzi

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