Aktualisiert 06.09.2007 22:58

Weniger Diskriminierung

Ausländer bezahlen für ihre Autoversicherung bis zu 25 Prozent weniger als 2005. Grund ist der stärkere Wettbewerb unter den Versicherern.

Nach einer neuen Studie des Internetvergleichsdienstes Comparis.ch bezahlen Ausländer je nach ihrer Nationalität zwar immer noch mehr für ihre Autoversicherung als Schweizer; bei Neuabschlüssen profitieren aber auch sie von tieferen Prämien. «Die Autoversicherungsprämien sind generell gesunken. Auf diese Art versuchen die Versicherungen unter anderem neue Kunden zu gewinnen», sagt Gabi Lämmli von Comparis.ch. Auch die Möglichkeit, bei einem Fahrzeugwechsel die Versicherung wechseln zu können, erhöhe die Konkurrenz im Versicherungsgeschäft.

Trotz dieser Marketingstrategie bezahlen Serben und Türken immer noch bis zu 66 Prozent höhere Prämien als Schweizer. Teuerster Anbieter im Test für serbische Staatsbürger war die Basler mit einer Prämie von 2049 Franken. Zum Vergleich: Schweizer mit demselben Versicherungsprofil bezahlen im Schnitt pro Jahr 1053 Franken.

Am Vergleich nahmen Auto TCS, AXA Winterthur, Coop Smile, die Basler und Zurich Connect teil. Diese Gesellschaften verfügten zum Zeitpunkt der Umfrage im Juli 2007 über einen Online-Prämienrechner.

Vasilije Mustur

Junge Lenker sind ein Risiko

Prämien für Autoversicherungen werden anhand von Alter, Geschlecht, Nationalität, Fahrzeugtyp und Anzahl der Schadenfälle berechnet. Lenker mit keinen oder wenigen Schadenfällen zahlen tiefe Prämien. Bei Neuabschlüssen profitieren alle Alterskategorien von 7 bis 9 Prozent günstigeren Prämien. Bestehende Kunden gehen leer aus. 18- bis 25-Jährige bezahlen jedoch 2 Prozent höhere Prämien pro Jahr – sie gehören zur Risikogruppe.

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