Aktualisiert 09.01.2005 21:04

Weniger Einsätze für die Feuerwehr

Die Zahl der Einsätze der Berufsfeuerwehr der Stadt Zürich hat im Jahr 2004 abgenommen. Auffallend ist, dass zahlreiche Bienenschwärme die Retter auf Trab hielten.

Durchschnittlich zehnmal pro Tag wurde die städtische Feuerwehr im letzten Jahr um Hilfe gerufen. «Das ist deutlich weniger als in vergangenen Jahren», so Robert Busslinger, Hauptmann der Berufsfeuerwehr Zürich. «Vor allem während der Adventszeit hatten wir weniger Einsätze.»

Total rückten die Retter 3359-mal aus – davon aber lediglich 597-mal wegen Brandereignissen. Dafür leistete die Feuerwehr 398 Wassereinsätze und 392 Tierrettungen. Den Löwenanteil machten dabei «Insekten-Einsätze» aus: 168-mal mussten fehlgeleitete Bienenschwärme eingefangen werden. «Da Bienenschwärme für die Bevölkerung durchaus eine Gefahr darstellen können, haben solche Alarmierungen bei uns sehr hohe Priorität», so Busslinger.

Die Feuerwehr hilft aber auch in anderen Notlagen: «188-mal mussten wir ausrücken, um Menschen zu befreien, die im Lift stecken geblieben waren», weiss Busslinger. Am meisten Arbeit verursachten aber falsche Alarme. 898-mal rückten die Feuerwehrmänner wegen Alarmen von Brandmelde-Anlagen aus: «90 Prozent davon waren Fehlalarme», so Busslinger. Deren Verursacher müssen tief in die Tasche greifen: Ein solcher Einsatz kostet 1724 Franken.

Romina Lenzlinger

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