Green-IT: Weniger Elektronikschrott für die Dritte Welt

Aktualisiert

Green-ITWeniger Elektronikschrott für die Dritte Welt

Dell hat angekündigt, keine defekten Geräte mehr in Entwicklungsländer zu bringen. Damit reagiert das Unternehmen auf massive Kritik von Greenpeace.

Der PC-Hersteller Dell veröffentlichte vor kurzem eine Pressemitteilung, in der es hiess: «In der Basler Konvention ist die Kontrolle des grenzüberschreitenden Transports gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung geregelt. Dabei wird der Export von Elektronikschrott abhängig von Material- oder chemischer Zusammensetzung untersagt. Dell weitet im Unterschied dazu jetzt die Definition von Elektronikschrott auf alle nicht funktionsfähigen Teile und Geräte aus - unabhängig von der jeweiligen Materialzusammensetzung.» Durch die strikte Kontrolle und Zertifizierung der Funktionsfähigkeit wolle Dell einen entscheidenden Beitrag leisten, um das unerlaubte Deponieren von Elektronikschrott in Entwicklungsländern zu verhindern.

Die Mitteilung bringt Dell jetzt den Spott der Technologieseite The Inquirer ein: «Ist Nichtliefern auch Umweltschutz?», fragt sie und weist darauf hin, dass der Computerbauer erst Ende März im «Guide to greener electronics» von Greenpeace scharf kritisiert wurde. Die Organisation untersucht darin mehrmals pro Jahr, wie es IT-Anbieter mit dem Umweltschutz halten. Dell, Leonovo und HP erhielten nun sogar einen Strafpunkt, weil sie giftige Substanzen nicht auf ihren Produkten entfernt hatten, obwohl sie dies versprochen hatten.

(hst)

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