Aktualisiert 15.05.2007 14:09

Weniger Falschgeld in der Schweiz

In der Schweiz ist im vergangenen Jahr deutlich weniger Falschgeld beschlagnahmt worden als 2005. Insgesamt wurden noch 7.907 gefälschte Noten und Münzen sichergestellt, fast 15.000 weniger als im Vorjahr.

Der Nennwert der Franken-Fälschungen belief sich auf 385.000 Franken. Bei den Auslandwährungen war der Euro im Fokus der Fälscher.

Wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Dienstag bekannt gab, gingen im Jahr 2006 noch 4.342 Anzeigen wegen falscher Banknoten und Münzen ein. Das sind 1.924 weniger als noch im Vorjahr. Die Menge der beschlagnahmten Noten und Münzen verringerte sich innert Jahresfrist von 22.405 auf 7.907, die Zahl der betroffenen Währungen sank leicht von 27 auf 26.

Im Verlauf des Jahres 2006 wurden total 2.597 Franken-Fälschungen entdeckt, der weitaus grösste Teil davon in Noten. Ihr Nennwert sank im Vergleich zum Vorjahr auf rund einen Viertel von 1,47 Millionen auf noch 385.000 Franken. Die grösste Zahl der gefälschten Noten wurde mit Tintenstrahldruckern hergestellt, die Zahl der so genannten «Rip Deals» - betrügerischer Geldwechseldelikte - blieb hoch.

Bei den ausländischen Währungen stand vor allem der Euro im Visier der Fälscher. Der Dollar hingegen verlor an Bedeutung. Insgesamt wurden im letzten Jahr 2.094 falsche Euro-Noten mit einem Nennwert von knapp 194.000 Euro beschlagnahmt. Im Jahr zuvor waren es noch fast 8.200 Noten mit einem Nennwert von rund 2,4 Millionen Euro. Sowohl bei den Franken- wie auch bei den Euro-Fälschungen wurden mehrheitlich kleine Stückelungen bevorzugt. Im Jahr 2006 wurde allerdings auch ein Fall bekannt, bei dem unbekannte Täter in kleinen Einkaufsgeschäften gut gefälschte 200-Euro-Noten in Umlauf brachten. Sie tätigten damit vor allem kleine Einkäufe und kassierten danach das echte Retourgeld.

Laut fedpol ist die Menge des beschlagnahmten Falschgelds schon seit einigen Jahren rückläufig. Sie kann jedoch stark mit der Grösse der einzelnen Fälle variieren. Als positiv beurteilt die Behörde die Wirksamkeit der qualitativ guten Sicherheitsmerkmale. Dies führe dazu, dass Fälschungen schon beim ersten Handwechsel oft als solche erkannt würden und es deshalb zunehmend schwierig werde, Falschgeld überhaupt in Umlauf zu bringen. Der beste Schutz vor Falschgeld besteht laut fedpol darin, die Sicherheitsmerkmale der Banknoten zu kennen. (dapd)

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