Aktualisiert 16.05.2010 17:49

Starker FrankenWeniger Gäste aus dem Euroraum

Der schwache Euro trifft den Schweizer Tourismus hart: Vor allem aus Deutschland und Italien kommen weniger Gäste. Die Hoffnung liegt im Osten.

von
Dajan Roman
Die hiesige Tourismusbranche hofft auf mehr Touristen aus asiatischen Ländern.

Die hiesige Tourismusbranche hofft auf mehr Touristen aus asiatischen Ländern.

Der Euro macht nicht nur der Exportbranche zu schaffen. «Besonders problematisch wird der stärkere Franken für den Tourismus», so Rudolf Minsch, Chefökonom von Economiesuisse. Konkret: «Wir erwarten weniger Gäste – etwa aus Deutschland oder Italien.» Daniela Bär, Sprecherin von Schweiz Tourismus, sieht das ähnlich: «Der grösste Euro-Quellmarkt ist mit Abstand Deutschland, gefolgt von Frankreich, Italien und den Niederlanden.» Es sei absehbar, dass diese Reihenfolge in absoluten Zahlen auch beim Ausbleiben von Touristen gleich bleibe. Grundsätzlich sei zwar klar: «Je schwächer der Franken, desto besser für den Schweizer Tourismus.» Ein gefällter Reiseentscheid werde aber wegen eines tieferen Euro-Kurses nicht umgestossen.

Schweiz Tourismus gibt mit Aktionen, etwa Reiseangeboten mit garantierten Preisen in Euro, Gegensteuer. Er hofft nun, dass Gäste aus der Schweiz selbst, aus Nordamerika (USA, Kanada), aus Russland sowie vor allem aus Asien (Japan, China, Korea, Indien) in die Bresche springen. Bär: «Dort sind wir mit eigenen Vertretungen und an Messen präsent, laden Medienteams in die Schweiz ein und platzieren unser Land in den Katalogen.»

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