Aktualisiert 02.11.2011 09:02

721 Millionen Franken

Weniger Gewinn bei der Post nach drei Quartalen

Nach Rekordzahlen im ersten Halbjahr muss die Schweizerische Post nach neun Monaten einen Gewinn-Rückgang vermelden. Trotzdem ist sie auf gutem Kurs.

Die Post ist weiterhin auf Gewinn-Kurs.

Die Post ist weiterhin auf Gewinn-Kurs.

Der Konzerngewinn der Schweizerischen Post ist in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber der Vorjahresperiode leicht zurückgegangen. Grund sind die rückläufigen Schaltergeschäfte. Die Kunden machten weniger Einzahlungen und gaben weniger Briefe und Pakete auf.

Nach einem Rekordgewinn im Halbjahr 2011 erwirtschaftete die Post nach drei Vierteljahren 721 Millionen Franken Gewinn, wie sie am Mittwoch mitteilte. Dies ist gegenüber der Vorjahresperiode ein Rückgang um 20 Millionen oder 3 Prozent. Der Umsatz ging um 84 Millionen auf 6,299 Milliarden Franken zurück (-1,3 Prozent).

Im Logistikmarkt nahm die Paketmenge um 1,4 Prozent ab. Im Kommunikationsmarkt resultierte ein Gewinn von 61 Millionen Franken, 30 Millionen weniger als in der Vorjahresperiode. Die adressierten Sendungen blieben stabil.

Konjunktursensible Promo-Post

Bei den unadressierten Sendungen für Werbung beträgt der Rückgang 1,8 Prozent. «Der Bereich Promo-Post ist eben konjunktursensibel», erklärte Postsprecherin Nathalie Salamin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Finanzdienstleisterin PostFinance, die fast zwei Drittel zum Konzerngewinn beiträgt, konnte ihren Gewinn von Januar bis Ende September trotz der Unsicherheiten an den Finanzmärkten steigern. Sie schrieb 464 Millionen Franken nach 455 Millionen im Vorjahr. Die Zunahme wurde vor allem durch höhere Kundengelder verursacht.

Beim öffentlichen Personenverkehr erzielte PostAuto einen Gewinn von 30 Millionen Franken - 4 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode. Hauptgrund für die Zunahme ist der erneute Angebotsausbau.

Trotz des Gewinnrückgangs nach dem dritten Quartal rechnet die Post mit einem Jahresgewinn in der Höhe des Vorjahres. Damals erzielte sie mit 910 Millionen Franken einen Rekordgewinn. (sda)

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