Aktualisiert 03.11.2009 16:38

Waldwirtschaft SGWeniger Holz verbraucht

Die Wirtschaftskrise und tiefere Preise haben im Jahr 2008 in den St. Galler und Liechtensteiner Wäldern zu einer geringeren Holznutzung geführt. Der Export brach um die Hälfte ein.

Im letzten Jahr wurden im Verbandsgebiet 345 337 Kubikmeter Holz genutzt, wie es im Jahresbericht 2008 des Verbands Waldwirtschaft St. Gallen und Liechtenstein heisst. Das waren 3800 Kubikmeter oder 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr, aber immer noch rund 14 Prozent mehr als im langjährigen Mittel.

Gründe für die Abnahme waren der Konjunkturabschwung, Werkschliessungen von Abnehmern und ein Preisrückgang von rund 10 Prozent ab Herbst. Insbesondere die Exporte von Rundholz brachen mit nur noch 22 500 Kubikmetern förmlich ein. Dies waren 52 Prozent weniger als im Vorjahr oder nur ein Viertel des guten Jahres 2004.

Mehr Holz aus Privatwäldern

Im St. Galler Wald wurden 318 100 Kubikmeter Holz geerntet, eine Abnahme von 4900 Kubikmetern oder 1,5 Prozent gegenüber 2007. Im öffentlichen Wald wurden 4 Prozent weniger und im privaten Wald 1 Prozent mehr genutzt. Dass die Privatwälder 55 Prozent der Nutzung erreichten, wird mit den besseren Preisen im ersten Halbjahr begründet.

Liechtenstein hingegen meldet einen Erntezuwachs von 1100 auf 27 200 Kubikmeter Holz. Die um 4 Prozent höhere Nutzung wird vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Energieholz zurückgeführt. Dessen Anteil an der Nutzung betrug 14 000 Kubikmeter und stieg auf über 53 Prozent. Der St. Galler Energieholzanteil beträgt 25 Prozent.

Borkenkäfer im Griff

Die Käferholzmenge im Kanton St. Gallen nahm erneut ab. Sie betrug noch 6800 Kubikmeter, nach 30 600 Kubikmetern im Vorjahr. Wie es im Bericht heisst, hat die nach dem Sturm «Lothar» im Dezember 1999 und dem Jahrhundertsommer 2003 aufgetretene Massenvermehrung des Borkenkäfers ein Ende gefunden.

Dem Verband Waldwirtschaft St. Gallen und Liechtenstein gehören unverändert 230 Waldbesitzer an. 156 Mitglieder sind öffentlich- rechtliche Korporationen. 46 politische Gemeinden vertreten im Verband die Interessen ihrer Privatwaldbesitzer. Von den 16 000 Privatwaldbesitzern sind nur 28 Direktmitglieder.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.