Massnahmen greifen: Weniger Kulturgüterhandel auf eBay
Aktualisiert

Massnahmen greifenWeniger Kulturgüterhandel auf eBay

Im Kampf gegen den illegalen Kulturgüterhandel zeigt die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Kultur (BAK) und der Internetauktionsplattform eBay erste Erfolge.

Der Handel mit mutmasslich illegalen archäologischen Antiquitäten ging deutlich zurück, wie das BAK am Dienstag mitteilte. Während drei Monaten liess eBay in der Kategorie «Antiquitäten und Kunst - Antike» nur noch Objekte zum Verkauf zu, für die der jeweilige Anbieter über einen Legalitätsnachweis der zuständigen in- oder ausländischen staatlichen Behörden verfügte.

Nach Abschluss der Pilotphase habe sich gezeigt, dass die Angebote von archäologischen Kulturgütern in der kontrollierten Rubrik deutlich abgenommen hätten, schreibt das BAK, das die Vereinbarung mit eBay Anfang Juli in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizei (fedpol) und den Kantonsarchäologen lanciert hatte.

In anderen Kategorien seien aber weiterhin problematische Objekte angeboten worden. Zudem können laut BAK auf der Schweizer Plattform auch die ausländischen Angebote zum Versand in die Schweiz abgerufen werden, unter denen sich illegal zum Verkauf angebotene Objekte befinden können.

Deshalb plant die Fachstelle internationaler Kulturgütertransfer des BAK in Zusammenarbeit mit dem fedpol und den Kantonsarchäologen im kommenden Jahr ein sechsmonatiges Monitoring-Projekt mit eBay. Ziel sei es, die Bekämpfung des illegalen Kulturgütertransfers im Internet nachhaltig zu verbessern. (dapd)

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