Aktualisiert 05.04.2007 07:22

Weniger Lärm für weniger Geld

Die aus dem FinöV-Fonds finanzierte Lärmsanierung des schweizerischen Bahnnetzes ist voraussichtlich 40 Prozent billiger als geplant.

Die Arbeiten kämen gut voran, teilte das UVEK am Donnerstag mit. Verzögerungen gebe es allerdings bei der Umrüstung der Güterwagen.

Ohne Abstriche beim Lärmschutz gemacht zu haben, lägen die Endkosten laut neuester Prognose bei rund 1,1 Milliarden Franken statt 1,85 Milliarden Franken nach Preisstand 1998, schreibt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Über die Verwendung der nicht benötigten Mittel solle dann voraussichtlich nächstes Jahr im Rahmen der Vorlage «Gesamtschau FinöV» entschieden werden, die der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat.

Laut UVEK kommen die Sanierungsmassnahmen gut voran. Die Ausrüstung der Normalspur-Reisewagen mit lärmarmen Bremssohlen sei bei 92 Prozent der Flotte gemacht und solle spätestens Anfang 2008 abgeschlossen sein. Die Rhätische Bahn werde ihre Wagen bis spätestens 2011 umgerüstet haben. Verzögerungen gibt es hingegen bei den Güterwagen, vor allem bei den 4.000 Güterwagen privater Eigentümer, wie es hiess. Weil die sicherheitsrelevanten technischen Abklärungen und Erprobungen für die Zulassung mehr Zeit benötigen, dürfte der Umbau der Güterwagen erst 2012 statt wie geplant 2009 abgeschlossen sein.

Bei den baulichen Massnahmen lagen Ende 2006 für 141 Gemeinden rechtskräftige Plangenehmigungsverfügungen für rund 110 Kilometer Lärmschutzbauten vor. Abgeschlossen waren bereits 50 Projekte mit Lärmschutzbauten von 45 Kilometern Länge. 26 Projekte befanden sich im Bau. In über 120 Gemeinden in 13 Kantonen sind zudem Programme zum Einbau von Schallschutzfenstern angelaufen. Das befristete Bundesgesetz zur Lärmsanierung schreibt vor, dass die Sanierung bis Ende 2015 abgeschlossen wird. (dapd)

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