Weniger Parkbussen wegen Demos und Personalmangel
Aktualisiert

Weniger Parkbussen wegen Demos und Personalmangel

Massiver Rückgang der Einnahmen durch Parksünder: Die Stadt kassierte gegenüber 2002 0,7 Millionen Franken weniger – wegen Personalknappheit bei der Polizei.

Für 5,2 Millionen Franken wurden 2003 in der Stadt Bern Parkbussen ausgestellt. Im Vorjahr waren es noch 5,9 Millionen. Nicht die Disziplin der Autofahrer ist Ursache für den Rückgang, sondern die vielen Demos und der Personalmangel bei der Stadtpolizei. Insgesamt landeten letztes Jahr 103 000 Parkbussen hinter den Scheibenwischern – das sind 282 pro Tag. Beamte von Verkehrssicherheit und Securitas sind den Parksündern täglich auf der Spur. «Wir setzen Schwerpunkte, wo besonders oft wild parkiert wird», so Stapo-Sprecher Franz Märki.

Die Hitparade der Parkbussen führt die Altstadt an. Auf Rang zwei folgen Matte und Umgebung Kursaal. Rang drei belegen Lorraine- und Mattenhof-Quartier. «Immer mehr Parksünder weichen in die Aussenquartiere aus», so Märki. Da werde nachts kreuz und quer parkiert: So, dass im schlimmsten Fall die Feuerwehr nicht mehr durchkäme.

«Intensivieren können wir die jetzigen Kontrollen nicht», stellt Märki klar.

Genau das fordert die SP/Juso-Fraktion in Vorstössen vom Gemeinderat. «Wir üben politischen Druck aus, damit die Polizei mehr Mittel bekommt, um Parksünden zu ahnden», so Juso-Stadtrat Christian Michel.

Denise Schneitter

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