Aktualisiert 10.06.2009 15:47

RückgangWeniger rassistische Vorfälle

Die Anzahl rassistischer Vorfälle in der Schweiz ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Aufgefallen ist den Erstellern des Berichts der verbale Rassismus gegen Muslime und Schwarze.

Gemäss einer am Mittwoch veröffentlichten Zusammenstellung der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus sowie der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz (GMS) wurden letztes Jahr 92 Vorfälle erfasst, verglichen mit 113 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 18,6 Prozent.

Im Berichtsjahr sei vor allem der verbale Rassismus aufgefallen, insbesondere gegen Muslime und Schwarze. Die rechtsextreme Szene sei weiterhin aktiv und die Zahl der Mitglieder werde auf Vorjahresniveau eingeschätzt. Polizeilichen Schikanen und Demütigungen seien vorwiegend junge Männer schwarzer Hautfarbe ausgesetzt gewesen, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit.

Die Verantwortlichen der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus und der GMS führen die Abnahme rassistischer Vorfälle in der Schweiz auf präventive Massnahmen von Staat und Nichtregierungsorganisationen zum Schutz der Betroffenen zurück. Hinzu komme die zunehmende Sensibilisierung der Jugend sowie die Wirkung der Rassismus-Strafnorm. (dapd)

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