Aktualisiert 18.05.2005 16:05

Weniger Software-Piraten in der Schweiz

In der Schweiz ist die Software-Piraterie im vergangenen Jahr so schnell gesunken wie in keinem anderen Land. Der Anteil der Raubkopien am Gesamtmarkt sank von 31 auf 28 Prozent.

Dies teilte die Business Software Alliance, ein Zusammenschluss führender Software-Firmen, am Mittwoch mit.

Entgegen dem weltweiten Trend sank der Schaden, der der Software-Industrie durch Raubkopien entsteht, im vergangenen Jahr in der Schweiz von 394 auf 386 Millionen Franken. Mit einem Raubkopien-Anteil von 28 Prozent am Software-Gesamtmarkt verbesserte sich Schweiz innert Jahresfrist in der Rangliste der Länder mit den tiefsten Raubkopienraten vom neunten auf den siebten Platz.

Mit 21 Prozent ist der Anteil unlizenzierter Software in den USA weltweit am tiefsten. Gleichwohl ist der Umsatzausfall mit 6,6 Milliarden Dollar in den USA aber am grössten. In Europa haben Österreich, Schweden, Britannien und Dänemark tiefere Piraterieraten als die Schweiz. Am meisten verbreitet sind Raubkopien in Vietnam, der Ukraine und China, wo neun von zehn Programmen geklaut sind. Auch in Russland beträgt der Anteil unlizenzierter Software 87 Prozent.

Viele Unternehmen und Endanwender in der Schweiz hätten verstanden, dass Softwarepiraterie der Wirtschaft, dem Arbeitsmarkt und nicht zuletzt den betroffenen Unternehmen mitsamt ihren Angestellten schade, sagte der Europa-Chef der Business Software Alliance, Georg Herrnleben. Kein anderes europäisches Land habe im vergangenen Jahr gleich grosse Fortschritte bei der Legalisierung gemacht wie die Schweiz. Im EU-Durchschnitt sank der Raubkopienanteil letztes Jahr von 37 auf 35 Prozent. (dapd)

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