2009: Weniger Sozialhilfebezüger in Zürich
Aktualisiert

2009Weniger Sozialhilfebezüger in Zürich

Die Sozialdetektive bewähren sich in Zürich weiterhin. Die Anzahl der Sozialhilfebezüger geht zurück.

Die Zahl der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger in der Stadt Zürich hat im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise leicht abgenommen. Die durchschnittliche Sozialhilfequote nahm um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent ab. Ab Mitte 2010 erwartet Zürich eine Zunahme.

Die von Experten verbreiteten Horrorszenarien seien bis jetzt noch nicht eingetroffen, sagte der Stadtzürcher Sozialvorsteher Martin Waser am Mittwoch in Zürich vor den Medien. Vor allem weniger Familien und Ausländer bezogen im vergangenen Jahr Sozialhilfe.

Mehrere tausend von der Sozialhilfe unterstützte Menschen in der Stadt Zürich konnten sich 2009 wieder auf eigene Füsse stellen: 4440 Fälle wurden abgelöst - ein Fall kann mehrere Personen umfassen. Zugleich gab es eine Zunahme von 4155 neuen Fällen.

Ende Dezember waren in der Stadt Zürich 8069 Sozialhilfefälle registriert. Das waren 42 weniger als im Jahr zuvor. Im ganzen Jahr wurden insgesamt 12 699 (13 050) Fälle gezählt.

Für die Existenzsicherung durch Sozialhilfe wurden im vergangenen Jahr 245 Millionen Franken benötigt (2008: 256,5 Millionen Franken). Die Stadt Zürich selber werde mit 91 Millionen Franken belastet, sagte Waser weiter.

Im Jahr 2009 kam es zu 708 Rückforderungen von Sozialhilfeleistungen in der Höhe von über 2000 Franken (2008: 650). Die Rückforderungen belaufen sich auf 5,9 Millionen Franken. Dies entspricht 2,4 Prozent der gesamten Unterstützungsleistungen. Waser hofft, 15 bis 30 Prozent dieser Summe wieder zurückzuerhalten.

Sozialdetektive bewähren sich

Die seit Mitte 2007 tätigen Sozialinspektoren erhielten bis Ende 2009 insgesamt 354 Ermittlungsaufträge. Zwei Drittel der Hinweise kamen aus Sozialzentren und der Arbeitsintegration. Der Rest waren Hinweise von Dritten. In 85 Prozent der Verdachtsfälle hatten die Klientinnen und Klienten einen Migrationshintergrund.

Die Sozialinspektoren erledigten 292 Fälle. In 172 Fällen bestätigte sich der Anfangsverdacht. Die Schadenssumme dieser Fälle betrug 5,4 Millionen Franken. Das Inspektorat hat sich gemäss Waser bewährt.

(sda)

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