Aktualisiert 17.09.2007 12:17

Weniger Sozialhilfefälle in Bern

Die Zahl der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger im Kanton Bern ist 2006 erstmals seit fünf Jahren wieder gesunken und die Kostensteigerung wurde gebremst.

Im Jahr 2006 waren 48 000 Menschen im Kanton Bern auf Sozialhilfe angewiesen. Das sind rund 1000 weniger als im Vorjahr, wie die Gesundheits- und Fürsorgedirektion am Montag bekannt gab. Die relativ gute Arbeitsmarktlage und die im Vergleich zu anderen Kantonen hohe Erfolgsquote bei der beruflichen Integration werden als Erklärung angeführt. Die entsprechenden Instrumente im Sozialhilfegesetz zur Integration zeigten Wirkung: Vier von zehn Personen hätten den Verzicht auf den weiteren Bezug von Sozialhilfe mit einer verbesserten Erwerbslage begründen können.

Im Kanton Bern ist laut Direktion jede dritte von der Sozialhilfe unterstützte Person jünger als 18 Jahre alt. In jedem fünften Fall sind zudem Alleinerziehende auf Sozialhilfe angewiesen, was das hohe Risiko diese Gruppe belege. Über die Hälfte aller Unterstützten hat im Weiteren keine Berufsbildung. Die Sozialhilfe hänge also von Faktoren ab, die von der öffentlichen Hand nur wenig beeinflusst werden könnten.

Auch die Kostensteigerung konnte laut Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) im Berichtsjahr gebremst werden. Die Aufwendungen stiegen noch um drei Prozent auf 703 Millionen Franken. In den vergangenen Jahren war es zu Steigerungen von teilweise über zehn Prozent gekommen. Im Durchschnitt erhielt eine unterstützte Person im Kanton Bern 530 Franken pro Monat. (dapd)

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