IT-Sicherheit: Weniger Spam dank Kritzeleien
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IT-SicherheitWeniger Spam dank Kritzeleien

Bilderrätsel, die wie Handschriften aussehen, sollen die Spam-Flut im Web eindämmen helfen. Sie haben allerdings ihre Tücken.

Immer mehr Seitenbetreiber setzen auf CAPTCHAS, um Spam-Computer fernzuhalten. Die Abkürzung steht für «completely automatic Turing test to tell computers and humans apart». Fast jedem sind die von Rechnern nur schwer zu entziffernden Bilderrätsel im Web schon begegnet. Knackt ein PC sie nicht, wird er beispielsweise daran gehindert, über einen Webdienst Millionen Spam-E-Mails zu verschicken.

Doch auch CAPTCHAS können die Müll-Rechner nicht immer aussen vor halten, denn die Systeme wurden oft geknackt. So gelang es Jeff Yan von der Universität im britischen Newcastle im vergangenen Jahr, CAPTCHAS von Microsoft auszuhebeln, welche unter anderem bei Windows Live eingesetzt wurden.

Wie das Magazin Technology Review berichtet, haben Forscher an der State University of New York nun einen neuen Ansatz entwickelt, CAPTCHAS sicherer zu machen. Sie setzen dabei auf computergenerierte Handschriften. Denn ein Rechner muss einzelne Buchstaben finden, bevor er diese analysieren kann. Sind diese wie in einer Handschrift verbunden, wird es für den Computer schwierig. Allerdings räumten die Wissenschaftler gegenüber dem Magazin ein, dass die korrekte Erkennung der Buchstaben auch für Menschen schwieriger werde. Jeder Vierte sei in Versuchen an den neuen CAPTCHAS gescheitert.

Daher wird das Spiel Hase und Igel zwischen Spammern und IT-Sicherheitsexperten wohl noch eine Weile weitergehen. Wer die grössten Postfachstopfer der vergangenen Jahre sind und wie viel sie damit verdient haben, können Sie in der obigen Bilderstrecke sehen.

(hst)

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