Strassenverkehr : Weniger Tote – aber mehr Schwerverletzte
Aktualisiert

Strassenverkehr Weniger Tote – aber mehr Schwerverletzte

Im ersten Halbjahr 2011 sind auf Schweizer Strassen 160 Menschen getötet worden. 2044 Menschen wurden schwer verletzt. Das sind vier Verkehrstote weniger als im ersten Halbjahr 2010.

Im ersten Halbjahr starben weniger Töff- und Velofahrer, aber mehr Autofahrer.

Im ersten Halbjahr starben weniger Töff- und Velofahrer, aber mehr Autofahrer.

Statistisch gesehen entspricht die Zahl der Getöteten dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Freitag mitteilte. Die Zahl der Schwerverletzten liegt 9 Prozent unter diesem Durchschnitt. Die Zahl der Todesopfer auf den Strassen stagniert seit fünf Jahren, diejenige der Schwerverletzten seit drei Jahren.

Das ASTRA hat in seiner Halbjahresstatistik festgestellt, dass seit Anfang Jahr weniger Töff- und Velofahrer ums Leben kamen, dafür mehr Autoinsassen. Dafür verletzten sich weniger Autofahrer schwer bei Unfällen.

Unfälle mit Schwerverletzten sind meist auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen. Im ersten Halbjahr waren 545 Verkehrsteilnehmer deshalb verantwortlich für Schwerverletzte. 378 Personen verursachten einen Unfall aufgrund von Geschwindigkeitsexzessen und 279 wegen Alkoholeinflusses. Bei Unfällen mit Todesfolge waren am häufigsten Geschwindigkeitsüberschreitungen im Spiel.

Die Halbjahresstatistik der Strassenverkehrsunfälle basiert erstmals auf dem neuen Strassenverkehrsunfall-Register des ASTRA. Als schwer verletzt gelten Personen mit einer schweren, sichtbaren Beeinträchtigung, die normale Aktivitäten zu Hause für mindestens 24 Stunden nach dem Unfall verhindert. (sda)

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