Aktualisiert 19.10.2004 06:07

Weniger Wachstum - mehr Arbeitslose

Die Ökonomen des Bundes haben ihre Wachstumsprognose für die Schweizer Wirtschaft nach unten und die Voraussage für die Arbeitslosigkeit nach oben korrigiert.

Für 2005 rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) nun noch mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,0 Prozent, verglichen mit einer bisherigen Prognose von 2,3 Prozent. Die Konjunkturexperten begründeten die Korrektur am Dienstag mit den nochmals gestiegenen Erdölpreisen und der leicht schwächeren Weltkonjunktur. Zudem belaste die verzögerte Erholung des Arbeitsmarkts die Binnennachfrage. Es sei aber unwahrscheinlich, dass der Aufschwung im kommenden Jahr bereits wieder ins Stocken gerate. Für dieses Jahr rechnet das seco weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Eine deutlichere Korrektur nahmen die Ökonomen des Bundes bei der Prognose für die Arbeitslosigkeit vor. Statt des bisher vorausgesagten Rückgangs auf eine Quote von 2,8 Prozent wird nun eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent für nächstes Jahr erwartet. Und in Mittel dieses Jahres muss mit einem Anstieg auf 3,9 Prozent gerechnet werden, statt den bisher erwarteten 3,8 Prozent.

(dapd)

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