Wenn das eigene System versagt
Aktualisiert

Wenn das eigene System versagt

In Kuba fehlt es in der medizinischen Betreuung an allen Ecken und Enden. Dies bekommt nun auch der kranke Staatschef Fidel Castro zu spüren. Dessen spanischer Chirurg muss mit seinem halben Operationssaal anreisen.

Laut Medienberichten wird der spanische Darmspezialist Jose Luis Garcia Sabrido den kranken kubanischen Staats- und Parteichef Fidel Castro behandeln.

Er sei am Donnerstag nach Kuba geflogen, berichtete «El Periodico de Catalunya» heute.

Der Arzt habe für den Fall einer weiteren Operation medizinische Ausrüstung mitgenommen, die es auf der Karibikinsel nicht gebe. Garcia Sabrido werde nach eingehender Untersuchung entscheiden, ob bei dem mittlerweile 80-Jährigen ein weiterer Eingriff erforderlich sei. Der seit 1959 regierende Castro war im Juli am Darm operiert worden.

Vertreter der Madrider Klinik, für die Garcia Sabrido arbeitet, wollten den Bericht nicht kommentieren. Bei der kubanischen Botschaft war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im Sommer hat Castros jüngerem Bruder Raul die Amtsgeschäfte von Fidel übernommen. Nach kubanischen Angaben handelt es sich um eine vorübergehende Amtsübergabe.

Anfang Dezember hatte der betagte kubanische Staatschef jedoch nicht bei der Militärparade anlässlich seines Geburtstags und zum 50. Jahrestag der Revolution teilgenommen. Dies verstärkte die Zweifel, dass der «maximo lider» nicht mehr an die Macht zurückkehren wird. Die US-Regierung rechnet mit Castros baldigem Tod.

(sda)

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