Wetter: Wenn der April in den Juni zügelt
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WetterWenn der April in den Juni zügelt

Im Juni zeigten sich die Wettergötter von ihrer launischen Seite: Die Witterung war oft sehr wechselhaft. Wenig zu lachen hatte die Ostschweiz, die zeitweise im Regen versank.

In der Ost- und Zentralschweiz lagen die Temperaturen denn auch nur ein halbes Grad oder weniger über dem langjährigen Durchschnitt, wie SF Meteo am Sonntag mitteilte. Passend dazu goss es in der Ostschweiz, insbesondere im Appenzeller Vorderland, wie aus Kübeln.

Ab dem 15. Juni regnete es hier gleich mehrmals ausgiebig: An vielen Orten wurde doppelt so viel Regen gemessen wie sonst im Juni üblich. In Trogen AR waren es 289 Millimeter Regen, in Gais AR 254 Millimeter und in Walzenhausen AR 235 Millimeter.

Grosse Unterschiede im Tessin

Noch mehr Regen fiel allerdings im Tessin. In Locarno etwa wurden 305 Millimeter gemessen - davon alleine 178 Millimeter am 6. Juni. Solch starker Regen sei im Tessin um diese Jahreszeit jedoch nicht aussergewöhnlich, schreibt SF Meteo.

Auffallend seien aber die grossen regionalen Unterschiede im Tessin: Während in Locarno rund 180 Prozent der üblichen Regenmenge fiel, war es in Chiasso äusserst trocken. Hier gab es nur rund 40 Prozent des normalen Niederschlags.

Tessin: Zwei Grad zu warm

Gleichzeitig war es im Tessin im Juni fast 2 Grad zu warm. In der Romandie und im Wallis war es immer noch rund 1 Grad. Am höchsten stieg das Thermometer am 14. Juni, als es an vielen Orten über 30 Grad anzeigte.

In Chur wurden damals 32,3 Grad gemessen, in Sitten 31 Grad, und auch in Genf, Aarau, Buchs SG und Chiasso waren es über 30 Grad. Ein weiteren Hitzetag mit mehr als 30 Grad erlebten das Wallis und Genf zudem am 18. Juni.

Bauernregel: Wechselhaftes Wetter

Zieht man die alte Bauernregel zum so genannten Siebenschläfertag vom Samstag zu Rate, dürfte das Wetter noch einige Zeit wechselhaft bleiben. «Wie der Siebenschläfertag, so das Wetter sieben Wochen bleiben mag», sagt nämlich der Volksmund.

Der Siebenschläfertag brachte laut SF Meteo indes wechselhaftes Wetter, teils ergiebigen Regen, aber auch sehr milde Temperaturen. Ein Kälteeinbruch sei nicht in Sicht, ein starkes Sommerhoch allerdings auch nicht. (sda)

Sonniger Sonntag - Nebel im Mittelland

Auf einen eher feuchten und mancherorts auch eher kühlen Samstag folgte ein sonniger Sonntag mit Temperaturen bis 29 Grad in Magadino und in Sitten sowie bis 26 Grad in weiten Teilen der Alpennordseite. Am Vormittag lagen jedoch über dem Mittelland zwischen Bielersee und Bodensee Nebel und hochnebelartige Bewölkung. Der Meteorologe Patrick Hächler von MeteoSchweiz sprach in diesem Zusammenhang von einem eher seltenen Phänomen im Hochsommer. Gebildet hatte sich der Nebel, weil es am Vortag geregnet hatte und die Zeit nicht mehr ausreichte, um die feuchte Luft abzutrocknen.

Staus am Gotthard

Zu Verkehrsbehinderungen kam es laut Viasuisse vor allem am Samstag: Vor dem Gotthard-Tunnel stauten sich die Wagen in Richtung Norden auf einer Länge von bis zu acht Kilometern. Erst gegen 20 Uhr normalisierte sich die Lage. Am Sonntag verlief der Strassenverkehr mehrheitlich ruhig. (Quelle: AP/SDA)

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