Neu im Kino: «Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran»: Wenn der «Araber» gar kein Araber ist
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Neu im Kino: «Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran»Wenn der «Araber» gar kein Araber ist

«Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran» ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches. In der Hauptrolle: «Doktor Schiwago» Omar Sharif.

Monsieur Ibrahim (Omar Sharif) besitzt einen kleinen Laden mitten im Pariser Milieu. Nebenan wohnt der Teenager Momo zusammen mit seinem depressiven Vater. Täglich geht Momo beim «Araber», wie sein Vater Monsieur Ibrahim nennt, Lebensmittel kaufen.

Er sei kein Araber, sondern ein Türke, klärt Ibrahim den Burschen Momo, der bei Prostituierten seine ersten sexuellen Erfahrungen macht, eines Tages auf. Irgendwie verstehen sich die beiden: Momo ist für Ibrahim wie ein Sohn, Ibrahim für Momo wie ein Vater. Als Momos leiblicher Vater Selbstmord begeht, adoptiert ihn Ibrahim sogar und zeigt Momo seine Heimat, die Türkei.

In der Literaturverfilmung «Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran» geht es unter anderem um Vorurteile, Einsamkeit, urbanes Leben und Wertschätzung. Der Film, der in den 60er-Jahren spielt, kommt thematisch eine Spur zu überladen und zu schnell erzählt daher. Trotzdem strahlt er eine unglaubliche Wärme aus und widerspiegelt auf liebliche Weise das Leben von zwei interessanten Persönlichkeiten.

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