Aktualisiert 03.08.2006 22:52

Wenn der Frust auf den Magen schlägt

Das Out gegen Salzburg in der Champions-League-Quali trifft den FC Zürich hart. Doch Coach Lucien Favre und Co. schauen bereits wieder nach vorne.

Der Frust über das Ausscheiden schlug der FCZ-Delegation auf den Magen. Das Mitternachtsbuffet nach dem 0:2 blieb praktisch ungenutzt. «Irgendwann konnte ich dann schon noch einschlafen», meinte ein niedergeschlagener Blerim Dzemaili tags darauf am Salzburger Flughafen. Auch seinem Trainer Favre seien gewisse Match-Szenen immer wieder durch den Kopf gegangen. Doch der Analytiker hält momentan noch nichts von grossen Analysen. «Es ist vorbei. Jetzt müssen wir uns wieder auf die Meisterschaft konzentrieren, das wird schwierig genug.»

Nur zwei Spiele lang durfte der Schweizer Meister sein Können im europäischen Schaufenster zeigen. Dabei gaben Cesar, Raffael, Xavier Margairaz und Co. mit ihrem technischen Tempo-Fussball zwar eine gute Figur ab, doch ihr Mangel an Erfahrung und Effizienz liess sich nicht verbergen. «Nun weiss ich, dass es besser ist, wenn ich den Ball einfach mal weghaue, statt immer den geordneten Spielaufbau zu suchen», zog Dzemaili nach seinen Fehlern, die zu den beiden Toren in Salzburg führten, erste Lehren.

Und auch das Fazit von Youngster Margairaz war kurz und bündig: «Wir haben zwei gute Spiele und drei blöde Fehler gemacht. Das ist Fussball. Nun denke ich an die Meisterschaft.» Ob sich alle FCZler wirklich noch so sehr für die Super League begeistern können, bleibt abzuwarten.

Michael Wegmann

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