Aktualisiert 19.12.2011 02:49

Ribéry sieht RotWenn der Gegner kratzt und beisst

Franck Ribéry verlor im Spiel gegen Köln die Nerven. Nachdem er von seinen Gegenspielern ständig provoziert worden war, rastete der Franzose aus und flog vom Platz.

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Franck Ribéry lässt sich von seinen Gegenspielern provozieren und fliegt vom Platz. (Quelle: YouTube)

Gegen äusserst defensiv stehende Kölner hatte der FC Bayern im Freitagabend-Spiel einen schweren Stand. Der Rekordmeister rannte pausenlos an, schaffte es aber lange nicht, den Riegel des «FC» zu durchbrechen. Frustration machte sich aber nur bei einem breit: bei Franck Ribéry.

Nach einem harmlosen Zweikampf hatte der 28-jährige Franzose gegen seinen Gegenspieler Henrique Sereno erst einen Kopfstoss angedeutet und ihm dann, nachdem beide vom Schiedsrichter Guido Winkmann mit Gelb verwarnt wurden, mit Daumen und Zeigefinger am Kinn gepackt. Das reichte Winkmann, um den linken Flügel der Bayern mit Gelb-Rot unter die Dusche zu schicken.

«Das war dumm von ihm, das darf ihm nicht passieren», sagte Mario Gomez nach dem 3:0-Sieg in Unterzahl über seinen flegelhaften Teamkollegen. Doch der Münchner Topskorer nahm den Franzosen auch etwas in Schutz: «Ich habe dem Schiedsrichter schon vorher gesagt, das Sereno immer verdeckt hält, kratzt und beisst. Der Schiri wollte das aber nicht sehen, deshalb ist Franck ausgetickt.»

Keine Strafe für den Rotsünder

Ribéry fehlt nun beim Rückrundenauftakt bei Favres Borussia Mönchengladbach. Trainer Jupp Heynckes freut dies natürlich überhaupt nicht. «Franck muss lernen, sich zu disziplinieren», sagte der Bayern-Coach nach Spielschluss. «Er ist auf seinen Gegenspieler reingefallen. Es sollte ihm eine Lehre sein.»

Auf erzieherische Massnahmen will man bei den Bayern so kurz vor Weihnachten aber verzichten. Schliesslich hat Ribéry schon genug Ärger am Hals. Der Franzose muss seinem früheren Agenten Bruno Heiderscheid drei Millionen Euro bezahlen, weil er dem Spielervermittler die Provision bei seinem Transfer von Galatasaray Istanbul zu Olympique Marseille 2005 nicht bezahlt hat.

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