Sevilla – Levante: Wenn der Goalie gleich zweimal k.o. geht

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Sevilla – LevanteWenn der Goalie gleich zweimal k.o. geht

Ein Arbeitstag zum Vergessen: Zuerst wird Sevilla-Goalie Beto gegen Levante zweimal niedergestreckt, dann verschuldet er das Gegentor, das seinem Team den Sieg kostet.

von
kai

Der portugiesische WM-Goalie Beto erlebte mit Sevilla einen schmerzhaften Sonntagnachmittag – körperlich wie seelisch. Es lief die 22. Minute im Heimspiel gegen Levante, als der Keeper nach einem gegnerischen Freistoss sein Tor verliess und bei der Faustabwehr mit seinem polnischen Teamkollegen Grzegorz Krychowiak zusammenprallte. Von dessen Hinterkopf am Kinn getroffen, blieb der 32-Jährige liegen, konnte nach kurzer Behandlung jedoch weiterspielen. Das lädierte Kinn, inzwischen mit einer Gaze abgedeckt, sollte später einem weiteren Härtetest unterzogen werden.

In der zweiten Halbzeit lancierte Levante einen Konter, den Sevilla-Verteidiger Daniel Carriço mit einem Tackling im Strafraum unterband. Dumm nur, dass er bei der Intervention abhob und seinen Goalie mit dem linken Fuss ebenfalls am Kinn traf. Dieser ging wieder zu Boden, wieder waren die Sanitäter gefordert. Doch Beto liess sich nicht beirren und verzichtete erneut auf eine Auswechslung.

Gründlich daneben gegriffen

Vielleicht war das nicht die beste Idee. Zwar lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob das Gegentor zum 1:1-Schlussstand in der 80. Minute in direktem Zusammenhang mit den beiden Knockouts stand – Beto griff bei seiner versuchten Faustabwehr jedoch gründlich daneben. Ob ihm die unbewusste Angst vor dem Kinnhaken-Hattrick einen Streich spielte?

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