Wenn der Hund sein Tanzbein schwingt
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Wenn der Hund sein Tanzbein schwingt

Die Musik ertönt, und Annie Schlaff und ihr Labrador «Danny» legen einen lebhaften Cha-Cha-Cha aufs Parkett.

Im Saal versuchen mehrere Tanzlehrer, Annie und rund 50 weiteren Tierhaltern die Feinheiten des Tanzens mit Hunden nahe zu bringen. Die neue Freizeitbeschäftigung findet in den USA immer mehr Zulauf - zu beobachten etwa bei der zweiten Internationalen Hunde-Freestyle-Konferenz in Portland im US-Staat Oregon am Wochenende.

Dabei gelten eigene Regeln: Der Veranstalter spricht von einem «choreografierten Musikprogramm» von Hund und Halter, einer Mischung aus Gehorsam, Gefühl für den Takt, Musik und gelegentlich Kostümen. Die ersten derartigen Gruppen entstanden unabhängig voneinander 1989 in England und in Kanada und verbreiteten sich in die USA und nach Japan. Die Bewegung hat inzwischen schätzungsweise 9.000 Fans, etwa die Hälfte davon in den USA. Es gibt Tanzwettbewerbe, und Spitzentrainer können pro Tag 800 Dollar (670 Euro) fordern, für Wochenend-Workshops gar 2.500 Dollar.

Einige Hunde haben gelernt, ihre Pfoten im Takt der Musik zu heben. «Das wollen alle können», sagt Judy Whipple aus Rainier, Oregon. Gegründet hat die Welt-Hunde-Freestyle-Organisation die New Yorkerin Patie Ventre. Sie fuhr mit ihrem Hund «Dancer» sogar persönlich nach Washington, um die Steuerbehörde mit einem Tänzchen auf dem Tisch des zuständigen Beamten davon zu überzeugen, dass es sich bei ihrem Verein nicht um einen Witz handelt. Seither ist die Organisation als gemeinnützig anerkannt und von Steuern befreit. (dapd)

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