Liebe am Arbeitsplatz: Wenn der Kopier- zum Kuschelraum wird
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Liebe am ArbeitsplatzWenn der Kopier- zum Kuschelraum wird

Eine weltweite Umfrage ergab: Die Mehrheit der Arbeitnehmer hält eine Romanze am Arbeitsplatz für karriereschädigend. Doch nicht überall sieht man das gleich eng.

von
laf
Wenn man die Kollegen nicht ärgern will, sollte man körperliche Nähe am Arbeitsplatz meiden.

Wenn man die Kollegen nicht ärgern will, sollte man körperliche Nähe am Arbeitsplatz meiden.

Acht Stunden am Tag verbringen wir im Schnitt an unserem Arbeitsplatz – und mit den Menschen dort. Kein Wunder also, dass sich dadurch auch die eine oder andere Beziehung entwickelt – oder zumindest etwas in der Art. Dabei, so findet die Mehrheit der Arbeitnehmer weltweit, ist das gar nicht förderlich für die Karriere.

Mehr als 5000 Arbeitnehmer haben an der weltweiten Umfrage des Karriereportals Monster teilgenommen. 39 Prozent von ihnen sagten: Einen Arbeitskollegen zu daten, ist schädlich und ich würde es nie tun. Nicht wirklich konsequent sind 19 Prozent. Sie finden es zwar schädlich, würden es aber trotzdem tun. 27 Prozent finden es gar nicht schädlich und würden es daher auch tun.

USA strenger

Doch es gibt geografische Unterschiede, was diese Einstellung betrifft. Vor allem in den USA nimmt man sich demnach vor Büroromanzen in Acht. 52 Prozent erklärten in Amerika, sie würden so etwas nie tun. In Europa waren es nur 24 Prozent.

Frankreich wird seinem Ruf als Land der Liebe gerecht: Insgesamt 72 Prozent der Befragten dort denken zwar, dass eine Beziehung im Job der eigenen Karriere schaden könnte, 49 Prozent würden jedoch bei gegenseitiger Anziehung alle Bedenken über Bord werfen.

Im Zweifel für die Liebe

«Die Folgen einer Beziehung im beruflichen Umfeld muss man von Fall zu Fall betrachten», erklärt Mary Ellen Slayter, Karriereexpertin von Monster. Wichtig sei es, die eigene Firmenpolitik und -kultur zu kennen. Ist man sich hier unsicher, lohne sich oft ein vertrauliches Gespräch mit der Personalabteilung. Aber auch sie meint: Das Herz gewinnt. «Niemand sollte leichtfertig seinen Job für einen Flirt aufs Spiel setzen. Sind tiefere Gefühle im Spiel, kann es sinnvoll sein, der Liebe eine Chance zu geben und sich gegebenenfalls nach einem anderen Arbeitgeber umzusehen.»

Damit man den Kollegen mit seiner Beziehung so wenig Unannehmlichkeiten wie möglich bereitet, raten die Experten, körperliche Annäherungen am Arbeitsplatz sein zu lassen. «Händchenhalten in der Betriebscafeteria, Füsseln unter dem Konferenztisch oder ein Abschiedskuss vor dem Meeting sind tabu», heisst es. Die Kollegen würden diese Zurückhaltung schätzen.

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