16.02.2020 17:21

Grow UpWenn die Arbeit zu Hause weitergeht

Job und Privates zu trennen, ist vor allem mit der wachsenden, digitalen Vernetzung schwieriger geworden. Wir helfen dir mit der Work-Life-Balance.

Geschäftlich rund um die Uhr erreichbar und mit Mitarbeitenden gern mal auch in der Freizeit unterwegs? Das Verschwimmen der Grenzen zwischen Job und Privatleben hat Auswirkungen auf unser privates Wohlbefinden und kann unter Umständen sogar gesundheitsschädigend sein.

Ein gutes Verhältnis zum Chef und den Mitarbeitenden ist sicher wichtig und sorgt dafür, dass man gern zur Arbeit geht. Aber Vorsicht: Überlege dir gut, wie viel von beiden Welten du ineinanderfliessen lässt. Denn der soziale Umgang mit Mitarbeitenden hat seine Tücken, und auch Stress gehört schweizweit zu den grössten arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen. Mit folgenden Tipps kannst du dich schützen:

• Überlege dir genau, welche privaten Meinungsäusserungen du mit welchen Kollegen teilst. Ein Feierabendbier sollte drinliegen, pikante Details können allerdings schneller zum Chef gelangen, als man denkt.

• Eine Beförderung oder Gehaltserhöhung kann fälschlicherweise auf dein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten zurückgeführt werden und im Arbeitsalltag sehr belastend sein. Daher solltest du auch hier vorsichtig sein.

• Schleppe Probleme, die dich im Job beschäftigen, nicht mit nach Hause und schalte auch am Abend konsequent ab. So hast du mehr Energie und kannst dich am nächsten Arbeitstag mit neuem Elan auf die Problemlösung stürzen.

• Versuche, dir Tagesziele zu setzen und den Arbeitsplatz erst zu verlassen, wenn du diese erreicht hast. So kannst du guten Gewissens deine Mails bis zum nächsten Tag ignorieren.

• Lege Minipausen ein, in denen du an der frischen Luft kurz durchschnaufst.

• Frage dich, ob du wirklich zu Hause erreichbar sein musst, oder nur glaubst, dies sein zu müssen.

• Wenn du krank bist, bist du krank! Nur zu gern rufen Chefs bei kranken Mitarbeitern an, weil etwas fehlt oder nicht funktioniert. Setze auch hier klare Grenzen.

• Homeoffice ist für viele ein Privileg. Versuche aber auch hier, dir Grenzen zu setzen und Ziele in einer bestimmten Zeit zu erreichen.

• Halte deine Überstunden im Griff! Vereinbare mit dem Chef, wie oft du solche leisten musst.

• Pflege dein soziales Netzwerk. Dies braucht ebenfalls ein gewisses Mass an Energie, aber du investierst diese in dein Wohlbefinden!

• Versuche, deinen Tag mit einer entspannenden Tätigkeit abzuschliessen und nicht vom Laptop ins Bett zu fallen.

• Vor allem, wenn du wegen deines Berufs an Schlafproblemen leidest, besteht dringender Handlungsbedarf, um auch einem Burn-out zu entgehen. (20 Minuten)

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern.

Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch

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