02.12.2016 15:28

MSF Mannequin Challenge

Wenn die Notärzte plötzlich stillstehen

Ein neues Video der Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen beschäftigt sich mit der Mannequin Challenge. Doch, das passt tasächlich.

von
gux

Einen Hype für eine gute Sache nutzen: das MSF-Mannequin-Challenge-Video, exklusiv auf 20 Minuten (Quelle: MSF).

Ein Social-Media-Hype hat das Internet erobert: die Mannequin Challenge. Dabei stehen Menschen in verschiedenen, oft humorvollen Situationen still wie Schaufensterpuppen.

Auch ein Video der Ärzte ohne Grenzen (MSF) orientiert sich an der Mannequin Challenge. Um Situationskomik geht es allerdings weniger. Sondern um den harten Alltag der Nothilfeorganisation: fehlende Medikamente, fehlende Geräte, fehlendes Licht, fehlende Sicherheit – all das trägt zum Stillstand bei, obwohl es schnell gehen müsste, alles wird eingefroren, obwohl es bei der Arbeit der MSF-Ärzte oft um Sekunden geht.

Was passiert, wenn die MSF-Mitarbeiter zum Stillstand gebracht werden, fängt das Video in beklemmenden und eindrücklichen Szenen ein. «Stillstand ist etwas vom Schlimmsten, was einer medizinischen Nothilfeorganisation passieren kann», schreibt MSF dazu in einer Mitteilung. «Es gibt noch immer Orte, wo gezwungenermassen Stillstand herrscht, weil es an medizinischer Hilfe fehlt.» Entsprechend sei MSF auf Spenden angewiesen, um an Orten, wo Stillstand herrsche, helfen zu können.

«Über Nacht geschnitten»

Das MSF-Video ist ein origineller Spendenaufruf, konzipiert und von der Agentur Jung von Matt/Limmat in einem Studio in Zürich gedreht. Die Macher haben sich dabei gefragt, wie man den Hype rund um die vielen Mannequin Challenges für eine gute Sache nutzen könnte. Einen Anruf bei MSF später kam alles schnell ins Rollen. «Nur wenige Tage später haben wir gedreht und über Nacht den Film geschnitten», hiess es auf Anfrage .

Die renommierte Kommunikationsagentur tat das unentgeltlich – wobei dahinter echte Überzeugung und keine weihnachtliche PR-Pflicht stehe: «Wir unterstützen als Agentur pro Jahr ein bis zwei Projekte, bei denen wir glauben, einen kreativen Beitrag leisten zu können, um die Welt ein wenig besser zu machen.»

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