Mehr Transparenz - Wenn du dich hier bewirbst, kannst du deinen Lohn im Voraus berechnen
Publiziert

Mehr TransparenzWenn du dich hier bewirbst, kannst du deinen Lohn im Voraus berechnen

Die BLS zeigt bereits seit einem Jahr Stellensuchenden ihre Löhne. Nun will der Kanton Bern nachziehen und mehr Lohntransparenz schaffen. Andernorts ist man skeptischer.

von
Zoé Stoller
1 / 3
Nach der positiven Bilanz des Lohnrechners bei der BLS will nun auch der Kanton einen Lohnrechner einführen. (Symbolbild)

Nach der positiven Bilanz des Lohnrechners bei der BLS will nun auch der Kanton einen Lohnrechner einführen. (Symbolbild)

Getty Images
Der Bund und die Stadt Bern haben derzeit nicht vor, eine Lohntransparenz einzuführen. (Symbolbild)

Der Bund und die Stadt Bern haben derzeit nicht vor, eine Lohntransparenz einzuführen. (Symbolbild)

Getty Images/iStockphoto
Der Kanton Bern plant die Einführung des Lohnrechners bis Ende Jahr. Die SBB arbeitet mit einem ähnlichen System, lässt den Lohn jedoch nicht berechnen, sondern zeigt ihn lediglich an. (Symbolbild)

Der Kanton Bern plant die Einführung des Lohnrechners bis Ende Jahr. Die SBB arbeitet mit einem ähnlichen System, lässt den Lohn jedoch nicht berechnen, sondern zeigt ihn lediglich an. (Symbolbild)

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

  • Die BLS zieht eine positive Bilanz aus der Einführung ihres Lohnrechners.

  • Sowohl die SBB als auch der Kanton Bern planen nun, ihre Lohntransparenz zu verbessern.

  • Die Stadt Bern und der Bund hingegen zeigen keine Bestrebungen, eine Lohnbandbreite anzugeben.

Der Kanton Bern will mehr Lohntransparenz. Wie die «Berner Zeitung» schreibt, soll dafür ein Lohnrechner eingeführt werden – und zwar noch bis Ende Jahr. Das Tool soll ähnlich werden wie der Lohnrechner der BLS, der seit einem Jahr in Betrieb ist.

Stellensuchende bei der BLS können so vorgängig ihren Lohn berechnen. Der Rechner braucht dabei lediglich Alter und gewünschtes Pensum der Person und schon berechnet er die Lohnbandbreite. Ein Jahr nach dessen Einführung beurteilt BLS-Personalfachfrau Corinne Moser den Lohnrechner als Bereicherung. Der Lohn gehöre nämlich zu den drei wichtigsten Informationen, die Bewerbende wissen wollen.

Bewerbende sind entspannter

Weil man sich bezüglich des Lohnes schon fast einig sei, wirkten viele Stellensuchende im Bewerbungsgespräch deutlich entspannter. Auch wenn der definitive Lohn schlussendlich von den Verhandlungen zwischen Arbeitgeberin oder Arbeitgeber und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer abhängt.

Mit dem Lohnrechner könne die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau reduziert werden, wie Moser der «Berner Zeitung» weiter sagt. Einerseits, weil somit Löhne des Unternehmens für alle publik werden und Lohngleichheit immer zentraler wird. Andererseits, weil Frauen oftmals Schwierigkeiten beim Verhandeln des Lohns haben. Eine erste Einschätzung, welche Summe verlangt werden darf, erleichtere die Lohn-Diskussion im Bewerbungsgespräch, so Moser.

SBB mit Pilotversuch

Auch die SBB sorgt für mehr Transparenz. Im Rahmen eines Pilotversuchs wird derzeit bei einigen Stelleninseraten die Lohnbandbreite preisgegeben. Anders als bei der BLS wird bei der SBB der Lohn jedoch nicht berechnet, sondern er wird direkt aufgezeigt. Der Bund und die Stadt Bern haben nicht vor, die Lohnbandbreite transparent zu machen, schreibt die «Berner Zeitung». Die öffentliche Kommunikation des Lohnes könne nämlich negative Auswirkungen auf den Bewerbungsprozess haben, sagt der Leiter des Personalamts der Stadt Bern.

Aktivier jetzt den Bern-Push!

Nur mit dem Bern-Push von 20 Minuten bekommst du die aktuellsten News aus der Region Bern, Freiburg und Solothurn blitzschnell auf dein Handy geliefert.

Und so gehts: In der 20-Minuten-App tippst du rechts unten auf «Cockpit». Dort auf «Mitteilungen» und dann «Weiter». Dann markierst du bei den Regionen «Bern», tippst noch einmal «Weiter» und dann «Bestätigen». Voilà!

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

1 Kommentar