Clubbing in Zeiten von Covid - Wenn du in deinen Sommerferien Party machen willst, brauchst du noch Geduld
Publiziert

Clubbing in Zeiten von CovidWenn du in deinen Sommerferien Party machen willst, brauchst du noch Geduld

Die Sommerferien stehen bald an. Nebst Lust auf Sonne und Meer haben viele auch Lust, wieder einmal Party zu machen. In welchen Ländern das ab wann geht und wo nicht, erfährst du in dieser Übersicht.

von
Bianca Lüthy
1 / 7
Wo können wirs diesen Sommer im Ausland krachen lassen? 

Wo können wirs diesen Sommer im Ausland krachen lassen?

Getty Images/iStockphoto
Aufgrund der Corona-Pandemie sind vielerorts die Clubs noch zu.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind vielerorts die Clubs noch zu.

Getty Images/iStockphoto
In Italien (hier ein Bild von Venedig) ist unklar, wann das Nachtleben wieder zur Normalität zurückkehrt. 

In Italien (hier ein Bild von Venedig) ist unklar, wann das Nachtleben wieder zur Normalität zurückkehrt.

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

  • Die Clubszene unterliegt nach wie vor strengen Coronaregeln.

  • In der Schweiz ist es noch unklar, wann die Clubs wieder aufmachen.

  • Wer bereits jetzt seine Sommerferien an einer Partydestination buchen will, muss Geduld haben.

Auf diesen Sommer haben seit Begin der Pandemie 2020 viele Menschen gewartet. Die Impfung ist da, die epidemiologische Lage ist besser und die Länder lockern die Corona-Massnahmen – und auch im Tourismussektor zeichnet sich eine Verbesserung der Lage ab. So hat zum Beispiel Spanien seine Grenzen geöffnet und verlangt neu von vollständig Geimpften bei der Einreise keinen PCR-Test mehr.

Viele wünschen sich diese Sommerferien aber nicht nur Sonne, Strand und Meer, sondern auch Party, laute Musik und Tanzen bis in die Morgenstunden. Während in der Schweiz die Clubszene arg gedrosselt wurde, lancieren einige Staaten aktuell Pilotprojekte für Grossveranstaltungen ohne Mindestabstände und Sitzpflicht. Das dies erfolgreich über die Bühne gehen kann, zeigt das Beispiel Liverpool, wo 3000 Personen ohne Masken feierten und es zu keiner Corona-Ansteckung kam.

Was erwartet partyhungrige Reisende diesen Sommer am Mittelmeer? Eine Übersicht:

Italien: Die Wiedereröffnung der Clubs wird von der italienischen Regierung heftig diskutiert. Schutzmassnahmen wie Temperaturmessung am Eingang, Maskenpflicht beim Betreten und optional im Inneren sind mitunter Knackpunkte. Der aktuelle Vorschlag ist, dass man nur mit dem «Green Pass» Zugang zur Party bekommt. Das heisst, man muss genesen, geimpft oder negativ getestet sein.

Fest steht bereits, dass die Clubs nicht vor Juli öffnen und dass man mindestens 36 Stunden vor der Veranstaltung einen Nachweis erbringen muss, dass man negativ getestet, genesen oder geimpft ist. Noch unklar ist, wie viele Personen in die Clubs eingelassen, welche Schutzmassnahmen aufrecht erhalten und wann genau Partys in Innenräumen wieder zugelassen werden, wie «La Repubblica» schreibt.

Spanien: In Spanien werden die Bestimmungen regional geregelt, so kann jede Region ihre eigenen Bestimmungen erlassen. Die Präsidentin der Balearen, Francina Armengol, verkündete Mitte Mai, dass Touristen auch diesen Sommer wohl ohne Clubs auskommen müssen. Erreiche man aber eine hohe Impfrate, könne es überdenkt werden. Nun veranstalten Riesenclubs auf Ibiza erste Pilotversuche für Grossveranstaltungen, wie «Periodico de Ibiza» schreibt.

Der Vorsteher des Freizeitverbandes AOI von Ibiza sagte in einem Interview anfangs Juni, dass er damit rechne, dass Ibiza seine Clubs ab dem 17., 18. oder 19. Juli öffnet – zwei Wochen nach den Pilottests, die voraussichtlich am 25. Juni oder 2. Juli stattfinden werden.

Frankreich: In Frankreich entscheidet die Regierung in Paris über die nationalen Corona-Massnahmen. Ministerpräsident Emmanuel Macron sagte, er hoffe, dass die Massnahmen im ganzen Land noch weiter gelockert werden, für Gebiete in denen das Virus aber stark grassiere, könne jederzeit die «Notbremse» gezogen werden, wie «BBC» berichtet.

Am Donnerstag verkürzte Frankreich die Ausgangssperre auf 23 Uhr. Ende Monat wird die Ausgangssperre ganz aufgehoben, Clubs bleiben aber noch zu. Anhand des Lockerungsplans, der am 29. April präsentiert wurde, gab es kein geplantes Öffnungsdatum für Clubs und Discos.

Beim Besuch einer Hotelschule in Tain-l'Hermitage in der Drôme am 8. Juni sagte Macron, man werde am 21. Juni über die Öffnung von Nachtclubs diskutieren, wie «Sortir à Paris» schreibt. Fest steht bereits, dass ein «Gesundheitspass» für die Besucherinnen und Besucher von Stadien und Grossveranstaltungen sowie für ausländische Touristen bei der Einreise eingeführt wird.

Griechenland: Das Land an der Ägäis hat die Tourismussaison offiziell gestartet. In den Bars an den Stränden Griechenlands darf aktuell keine Musik gespielt werden. Zwar wurden Beschränkungen gelockert, dass man die Aussenbereiche wieder nutzen darf, aber auch Clubs haben die Türen derzeit noch verriegelt.

Mit der Operation Blue Freedom und einer intensiven Impfkampagne will die Regierung in Athen 80 Inseln - darunter die meisten der Top-Tourismusziele des Landes - bis Ende Juni als Covid-sicher erklären. Dann könnten auch Beschränkungen für Grossanlässe fallen und damit für die Clubszene. Nach Griechenland darf nur wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist, wie «CNN» schreibt.

Portugal: Die Regierung in Lissabon hat einen mehrstufigen Plan zur Öffnung erstellt. Im letzten Öffnungsschritt, der am 14. Juni umgesetzt wird, ist vorgesehen, dass Grossveranstaltungen mit gewissen Kapazitätsbegrenzungen zugelassen werden. Aktuell sind Discos aber noch geschlossen.

Im 10-Millionen-Land sind Bars, die Essen servieren, unter Einhaltung strenger Kapazitätsvorgaben geöffnet. Aktuell gilt eine Sperrstunde bis 22.30 Uhr, ab dem 14. Juni wird diese auf ein Uhr nachts verlängert, wie es laut dem Touristenführer «My Guide Algarve» heisst. Seit März 2020 haben Nachtclubs auf Portugal geschlossen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

3 Kommentare