Sieg gegen FCB verpasst: «Wenn einer halt nur Japanisch kann…» – GC-Contini sauer über Abwehr-Bock
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Sieg gegen FCB verpasst«Wenn einer halt nur Japanisch kann…» – GC-Contini sauer über Abwehr-Bock

Beim 1:1 in Basel holt GC im Barrage-Kampf einen wichtigen Punkt. Weil es aber eigentlich drei hätten sein müssen, ist der Ärger bei den Hoppers trotzdem gross.

von
Lucas Werder

Über diesen Abwehrschnitzer ärgert sich GC-Trainer Giorgio Contini.

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Darum gehts

  • GC kommt am Donnerstagabend auswärts beim FC Basel zu einem 1:1.

  • Der FCB-Ausgleich fällt nach einer Slapstick-Einlage in der GC-Abwehr.

  • Bei den Hoppers ärgert man sich nach Spielschluss über «zwei verlorene Punkte».

Ob er sich nun über einen gewonnenen Punkt freuen oder sich über zwei verlorene Punkte ärgern sollte, wusste GC-Trainer Giorgio Contini nach dem 1:1 gegen den FC Basel selber nicht so richtig. An der Pressekonferenz nach dem Spiel schien beim 48-Jährigen dann aber doch der Frust zu überwiegen.

Im Zentrum des Contini-Ärgers stand der Ausgleichstreffer der Basler kurz vor Schluss. Nach einem langen Ball räumten Seko und Loosli gegenseitig ab, Esposito profitierte und schob zum 1:1 ein. «Da kann man schon von einem verbalen Kommunikationsproblem sprechen», sagte Contini zur Slapstick-Einlage seiner beiden Innenverteidiger. «Wenn der eine Spieler nur Japanisch spricht, gibt es halt schon eine gewisse Sprachbarriere.»

«Ärgere mich zu Tode»

Und der GC-Coach legte gleich nach: «Es ist eine Sache, was ein neuer Spieler fussballerisch kann», sagte Contini. «Eine andere Sache ist es, wie dieser dann integriert wird.» Mit einer einzigen Undiszipliniertheit habe man einen ansonsten disziplinierten Auftritt kaputt gemacht. «Über solche Geschenke ärgere ich mich zu Tode», erklärte der Winterthurer. Was der Punkt wert sei, werde man am Saisonende sehen. Sein Team habe immerhin das gesetzte Minimalziel erreicht. «Aber eigentlich brauchst du im Abstiegskampf Siege.» 

«Es ist ein langer Ball und ich gehe ins Duell. Dann kommt von hinten der Mitspieler und wir prallen unglücklich zusammen», beschrieb Unglücksrabe Loosli selbst die Szene, die seinen Trainer so verärgert. «Das waren heute definitiv zwei verlorene Punkte.»

Zwei Finalspiele warten

«Dieses Slapstick-Tor passt zu unserer aktuellen Saison», fand Vize-Captain Dominik Schmid. «Bekommen wir das Gegentor nicht, bringen wir den Sieg wohl über die Zeit.» Auch er spricht von zwei verlorenen Zählern, GC hätte über 90 Minuten die klareren Chancen gehabt. «Der Punkt ist trotzdem viel wert. Nun haben wir zwei Finalspiele, wo es um alles oder nichts geht.»

Das erste davon bestreitet der Rekordmeister am nächsten Donnerstag zu Hause gegen St. Gallen. Zum Abschluss geht es dann auswärts nach Bern. Aktuell liegt GC in der Tabelle auf Rang sieben. Dahinter folgt der punktgleiche, aber das deutlich schlechtere Torverhältnis aufweisende FC Sion. Einen Punkt dahinter steht der FC Luzern auf dem Barrageplatz.

Das Restprogramm

Barrage-Kampf in der Super League

GC: St. Gallen (H), YB (A)

Sion: Lausanne (A), Servette (H)

Luzern: YB (H), Zürich (A)

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