YB-Trainer David Wagner - «Wenn Elia das 1:0 macht, wird Atalanta unruhig»
Aktualisiert

YB-Trainer David Wagner«Wenn Elia das 1:0 macht, wird Atalanta unruhig»

YB unterliegt in der Champions League nach einem soliden Auftritt mit 0:1 gegen Atalanta Bergamo. Trainer David Wagner ist trotzdem zufrieden.

von
Lucas Werder
(aus Bergamo)

Darum gehts

  • YB verliert das zweite Gruppenspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo mit 0:1.

  • Für David Wagner hat wenig gefehlt für einen Punktgewinn.

  • «Wir wussten, es wird nicht einfach», sagt Nati-Star Remo Freuler, der mit Bergamo einen historischen Sieg feierte.

«Gegen eine Top-Mannschaft wie Atalanta muss alles zu 100 Prozent passen», sagte YB-Trainer David Wagner nach der 0:1-Pleite in der Champions League. «Heute waren es leider nur 95.» Trotzdem hielt sich der 49-Jährige mit Lob für sein Team nicht zurück.

«Wir haben das taktisch über weite Strecken sehr gut gemacht und Atalanta bewusst die Räume im Zentrum eng gemacht», erklärte Wagner seinen Matchplan. Es sei nur logisch, dass der Gegner dann mehr Platz auf den Seiten vorfinde. «Es war für uns schon etwas ungewohnt, dass wir so unter Druck standen», meinte der YB-Trainer. «Normalerweise sind wir ja in der anderen Rolle. Darum können wir aus solchen Spielen viel lernen.»

YB fand offensiv zu wenig Lösungen

Auch seine Spieler sind mit dem defensiven Auftritt von YB nicht unzufrieden. «Ich glaube, wir haben gut und solidarisch verteidigt und ihnen nicht viele Chancen gegen», sagt Michel Aebischer nach dem Spiel. «Klar, zwei, drei Gelegenheiten hatten sie, aber alles kann man nicht verhindern.»

Den offensiven Auftritt der Berner sieht der Mittelfeldspieler etwas kritischer: «Sie haben uns offensiv wenig Räume gegeben. Dagegen haben wir heute keine Lösungen gefunden», sagt Aebischer. Und auch Trainer David Wagner meint: «Ich hätte mir im Ballbesitz etwas mehr Ruhe gewünscht.»

Elia mit der besten YB-Chance in der ersten Halbzeit

Die beste, aber auch einzig wirklich gefährliche Möglichkeit hatte YB nach 28 Minuten. Nach einem Ballgewinn schickte Martins Elia in die Tiefe. Der pfeilschnelle Stürmer setzte seinen Abschluss aber knapp neben das Tor. «Wenn wir da das 1:0 machen, wird Atalanta unruhig», glaubt Wagner. «Leider waren das die wenigen Prozent, die heute gefehlt haben.»

Der einzige Schweizer, der am Ende Grund zur Freude hatte, war Remo Freuler. «Wir wussten, es wird nicht einfach», gestand der Nati-Star nach Spielschluss. «In der zweiten Hälfte haben wir schneller gespielt und kamen so zu mehr Chancen.»

Für Freuler und seine Teamkollegen war es ein ganz besonderes Spiel. Erstmals konnte Atalanta in der Champions League vor Heimpublikum aufspielen. Vor drei Jahren bei der Premiere musste der Club ins San Siro nach Mailand ausweichen, im vergangenen Jahr spielte Bergamo aufgrund der Corona-Pandemie vor leeren Rängen.

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