Aktualisiert 03.11.2009 10:15

Diensthund im Einsatz«Wenn er bellt, stirbt man drei Tode»

Einmal geschnuppert und schon war der Fall geklärt: Ein Diensthund der Kantonspolizei Luzern machte am Dienstag gleich zwei Einbrecher dingfest - und es war nicht der erste Erfolg für Hooch.

von
amc

Montagnacht in Buchrain LU: Zwei Männer machen sich am Kiosk beim Bahnhof Tschannhof zu schaffen. Sie reissen ein Fenstergitter aus der Verankerung und wollen in den Kiosk einsteigen. Aus bisher unklaren Gründen brechen sie den Einbruch ab und flüchten, wie die Kantonspolizei Luzern mitteilt. Die mutmasslichen Täter kommen aber nicht weit: Ein Anwohner beobachtet die Szene und alarmiert die Polizei. Eine Patrouille trifft ein und setzt Diensthund «Hooch» auf die Männer an.

15 Minuten für zwei Einbrecher

«Fünf Minuten später stellte Hooch den ersten, weitere zehn Minuten später den zweiten mutmasslichen Einbrecher», erzählt Polizeisprecher Simon Kopp. Die beiden Täter sind 29 und 40 Jahre alt und stammen aus Serbien. Die Untersuchung führt das zuständige Amtsstatthalteramt.

Für Hooch ist es kein aussergewöhnlicher Fall: «Er ist ein sehr erfolgreicher Diensthund», weiss Kopp. Hooch habe in den vergangenen Wochen zwei oder drei weitere mutmassliche Täter gestellt (20 Minuten Online berichtete).

Nachts patrouilliert Diensthund mit

Nicht immer geht das unblutig aus: Einer der mutmasslichen Einbrecher von Montagnacht stürzte bei der Flucht und brach sich dabei den Fuss. «Normalerweise bleiben die Flüchtigen stehen, wenn ein Diensthund sie anbellt», so Kopp. Zu Recht: Würde sich ein Täter bewegen, würde der Hund zuschnappen. «Bisher war das aber nicht nötig, wenn so ein Hund bellt, stirbt man schon vor Schreck drei Tode», weiss Kopp.

Dass die Patrouille einen Diensthund dabeihatte, ist kein Zufall: «In der Nacht ist in der Regel immer ein Diensthund dabei», sagt Kopp. Bisher habe man durchwegs gute Erfahrungen damit gemacht. «Hooch ist sehr erfolgreich, aber dabei keine Ausnahme», so Kopp.

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