Kaderbekanntgabe steht an: «Wenn es nach der Entscheidung eine Umarmung braucht, sind wir da»
Publiziert

Kaderbekanntgabe steht an«Wenn es nach der Entscheidung eine Umarmung braucht, sind wir da»

Die Vorfreude steigt anlässlich der kommenden EM immer mehr. Doch für einige Nati-Spielerinnen wird der Traum vorbei sein, ehe er überhaupt richtig angefangen hat. 

von
Nils Hänggi
1 / 4
Captain Lia Wälti muss sich keine Sorgen machen, mit ihr plant Nils Nielsen zu 100 Prozent.

Captain Lia Wälti muss sich keine Sorgen machen, mit ihr plant Nils Nielsen zu 100 Prozent.

Andy Mueller/freshfocus
Nina Stapelfeldt muss da schon eher zittern, wie auch …

Nina Stapelfeldt muss da schon eher zittern, wie auch …

Andy Mueller/freshfocus
… vermutlich Ella Touon. 

… vermutlich Ella Touon. 

Andy Mueller/freshfocus

Darum gehts

Am 21. Juni ist es so weit. Dann gibt Nati-Coach Nils Nielsen öffentlich bekannt, wie das definitive EM-Kader der Schweiz aussehen wird. 23 Plätze hat der Däne zur Verfügung, derzeit kämpfen noch 27 Spielerinnen um einen Platz für das Turnier, das anfangs Juli startet. Die Schweiz ist in einer Gruppe mit Portugal, Schweden und den Niederlanden.

Ein paar Nati-Spielerinnen haben ihren Platz auf sicher. Ana Maria Crnogorcevic zum Beispiel. Sie lobt der 50-Jährige beim Medientermin im Teamhotel in Pfäffikon SZ in blumigen Worten. Über Barcelona-Star Crnogorcevic, die erst vor kurzem zum Team stiess, sagt er: «Sie ist eine absolute Top-Spielerin, die alle mitreisst. Wenn sie spielt, macht sie eigentlich nie Fehler.» Wenn sie auf dem Platz stehe, könne die Schweiz immer gewinnen.

Auch Stars wie Ramona Bachmann, Rachel Rinast, Coumba Sow oder Supertalent Riola Xhemaili müssen sich keine Sorgen machen. Sie sind fest eingeplant. Ohne Captain Lia Wälti funktioniert es ebenso nicht. Andere müssen hingegen zittern. Malin Gut beispielsweise, die aus einer langen Verletzung kommt und seit über einem Jahr kein Pflichtspiel bestritten hat. Auch die beiden Italien-Söldnerinnen Vanessa Bernauer (Roma) und Nina Stapelfeldt (Milan) müssen bangen. Den Platz auf sicher haben ebenso Ella Touon (Essen), Julia Stierli (Zürich), Irina Pando (Leverkusen) und Meriame Terchoun  (Zürich) nicht. 

«Es wird ein unvergessliches Erlebnis»

Auf den harten Moment der Kaderbekanntgabe angesprochen, meint Arsenal-Star Wälti: «Wir unterstützen uns alle gegenseitig. Und wenn es nach der Entscheidung die eine oder andere Umarmung braucht, sind wir da.» Natürlich würden Spielerinnen enttäuscht sein, doch das sei normal. Leverkusens Lara Marti sagt: «Klar, geht der Puls vor der Bekanntgabe hoch. Aber das ist doch normal. Es ist eine Endrunde und ein Traum von jeder Spielerin, dabei zu sein.» Der 22-Jährigen ist anzumerken, wie sehr sie sich auf die EM freut. «Es wird ein unvergessliches Erlebnis, von dem ich noch meinen Enkelkindern erzählen werde», so Marti.

Und Nils Nielsen? Der Coach ist absolut entspannt. Er ist einfach nur glücklich mit seinem Team und vor allem auch der Trainingsleistung seiner Spielerinnen. «Bei den physischen Tests sind die Leistungswerte rund 25 Prozent höher als bei anderen Zusammenzügen», erzählt der Däne beim Medientreff. Und: «Wir haben unglaublich gut trainiert, die Spielerinnen machen alles, um dabei zu sein und gute Ergebnisse zu erzielen.» 

Deine Meinung

2 Kommentare