17.07.2014 05:11

«The Quest»

Wenn «Game of Thrones» Realität wird

Zwölf Kandidaten werden in eine fiktive Fantasy-Welt gesteckt. So das Konzept eines neuen Reality-TV-Formats aus den USA. Mit dabei ist auch der Schweizer Schauspieler Jan Hutter.

von
Catharina Steiner

«Ein Märchen mit echten Menschen drin», so beschreiben die Macher das neue Format, das ab 31. Juli auf dem US-Sender ABC läuft. «The Quest» soll ein völlig neues Genre begründen. In einer mittelalterlichen Fantasy-Welt interagieren zwölf amerikanische Reality-Kandidaten, genannt Palladines, mit ausgebildeten Schauspielern. Das Ziel: Der Mutigste der Kandidaten darf auf den Titel des «True Hero» hoffen, des wahren Helden also. Obendrauf gibts den - zumeist kurzlebigen - Ruhm als Reality-Contestant.

Bevor am Ende ein strahlender Sieger gekürt wird, gilt es während zehn Episoden Mutproben zu bestehen und sich mittelalterlichen Kämpfen zu stellen. Das Ganze spielt in Everalm, einem fiktiven Königreich. Gefilmt wurde auf der Burg Kreuzenstein im beschaulichen Niederösterreich. Wie orf.at berichtet, hätten die Produzenten Hunderte Schlösser in ganz Europa angeschaut und sich zuletzt für den Drehort Österreich entschieden.

«Herr der Ringe»-Macher steht hinter dem Projekt

Hinter dem Projekt steht unter anderem der Executive Producer der «Herr der Ringe»-Saga, Mark Ordesky. Die Profi-Schauspieler, welche die Palladines durch die vordefinierte Handlung führen, wurden auf der ganzen Welt gecastet. Einer davon ist der Schweizer Jan Hutter. Der Walliser spielt eine der Hauptrollen. Er verkörpert den Diener Crio, einen engen Vertrauten der Königin von Everalm. «Er ist ein liebenswerter Feigling mit einem grossen Herzen, der auch in der dunkelsten Stunde nie aufhört, an das Gute zu glauben. Er ist auch das Bindeglied zwischen den Kandidaten und der Fantasywelt», erklärt der 29-Jährige seine Figur.

An die Rolle kam Hutter über ein Casting. «Ich ging gut vorbereitet hin, habe aber gleichzeitig nicht allzu viel erwartet, weil ich bereits wusste, dass zeitgleich in München, Berlin, London und Los Angeles gecastet wurde. Erst nach der dritten Runde habe ich dann gemerkt, dass es ernst wird», sagt Hutter im Gespräch mit 20 Minuten. Dass er in den USA nun bald einem Millionenpublikum bekannt ist, nimmt Hutter gelassen. «Ich versuche mich von diesen Dingen nicht zu sehr ablenken zu lassen. Diese Erwartungshaltung macht mich eitel und unproduktiv. Ich bin Schauspieler, weil ich die Arbeit vor der Kamera und auf der Bühne liebe.»

Übrigens: Auch Hutter ist, wie Millionen anderer Menschen rund um den Erdball, ein Fan von «Game of Thrones»: «Ich verpasse keine Folge.»

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