«College Girls nackt»: Wenn Google ein Mensch wäre ...
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«College Girls nackt»Wenn Google ein Mensch wäre ...

Manche Suchanfragen würden einem wohl ganz schön seltsam vorkommen, wenn man sie an einen Menschen richten müsste. Eine US-Spass-Site hat das Experiment gewagt.

von
sts

Nutzer richten ihre – teilweise äusserst merkwürdigen – Suchanfragen für einmal nicht an eine Suchmaschine, sondern an einen Menschen aus Fleisch und Blut.

Täglich muss Google laut «Worldwide Datas» rund 3,5 Milliarden Suchanfragen beantworten. In einem lustigen Video der Spass-Plattform College Humor wird gezeigt, was wäre, wenn nicht das Datencenter des Konzerns, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut in seinem Büro einzelne Anfragen beantworten würde. Vor dem Arbeitszimmer des bärtigen Auskunftgebers stehen zahlreiche Ratsuchende Schlange. Anstelle eines Links präsentiert Google auf zwei Beinen ausgedruckte Lösungen auf Papier. Die ersten gezeigten Anfragen sind noch vergleichsweise harmlos. Ein Nutzer der menschlichen Suchmaschine will wissen, ob «heute Neuseelands Morgen» ist. Eine andere Frage zielt auf die Umrechnung von der US-Masseinheit Inches auf das metrische System ab. Auch die Definition von Bitcoins wird gesucht. Ein Opa möchte auf Facebook das Profil seines Enkels Nathan aufspüren.

Typisch dürfte der kleine Bub sein, der in Abwesenheit seiner Eltern nach unflätigen Ausdrücken für Körperteile sucht. Erhält das Kind schliesslich Bilder seiner Suchanfrage, verstummt es plötzlich. Oder ein junger Mann, der zuerst die Resultate für «Mädchen-Colleges» angezeigt haben möchte und im letzten Moment noch zu «College-Girls nackt» wechselt. Etwas unschuldiger ist demgegenüber eine junge Frau, die gerne hätte, dass ihr Gegenüber ihr den Namen des Liedes mit der Melodie «Mijam, Mjam, Mjam» nennt. Ein offensichtlich bekiffter oder zugedröhnter Mann will wissen, was die legale Obergrenze für Marihuana-Besitz ist. Die personifizierte Suchmaschine beantwortet sämtliche Anfragen mit wachsender Ungeduld. Als ein junges Mädchen aber seine Suchanfrage nach dem Anschlag in Boston mit den Worten «der Süsse der beiden Attentäter» relativiert, ist es mit der Geduld des menschlichen Google vorbei. Der Bärtige schmeisst seine Akten auf den Tisch und gibt auf.

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