«NHL 12»: Wenn Hiller gegen die Ducks zockt
Aktualisiert

«NHL 12»Wenn Hiller gegen die Ducks zockt

Der Schweizer NHL-Goalie Jonas Hiller wird das neue Cover des Videogames «NHL 12» zieren. Er erklärt, was ihm im neusten Eishockeyspiel gefällt und was ihn vom virtuellen Hiller unterscheidet.

von
Jan Graber

Jonas Hiller steht vor dem grossen Flachbildschirm und grinst. Soeben hat er gegen den «NHL 12»-Produzenten Sean Ramjagsingh ein Tor kassiert. Der Grund für Hillers Amüsement: Er ist in diesem Hockeyspiel gewissermassen selbst im Tor gestanden – als sein virtuelles Abbild.

Neuer Coverstar

Wir sind in der brandneuen Bosshard-Arena in Zug, Heimat des EV Zug. Die Spielschmiede EA Sports hat zur Vorstellung der neusten «NHL»-Ausgabe, Nummer 22, geladen. Stargast des Anlasses ist Jonas Hiller, Schweizer Eishockey-Goalie in Diensten des NHL-Teams Anaheim Ducks. Hiller hat gut lachen: Zusätzlich zu seinem virtuellen Abbild im Spiel wird er das Cover des Hockey-Videogames «NHL 12» zieren. Er löst damit Mark Streit ab, der bisher auf den Covers der Schweizer «NHL»-Ausgaben zu sehen war.

Drei Schweizer Stadions

«Für mich geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung», sagt Hiller. Er habe schon als Bub die «NHL»-Games gezockt; die Spiele trugen ihren Teil zu Hillers Faszination für Eishockey bei. In «NHL 12» freue ihn besonders, dass drei Schweizer Stadien – die Postfinance Arena Bern, das Hallenstadion Zürich und die Vaillant Arena Davos – ins Spiel eingebaut sind. Vor allem die Davoser Halle kennt Hiller wie seine Westentasche, bis 2006 stand er für Davos im Goal. «Die Umsetzung entspricht ziemlich genau meinen Erinnerungen», sagt Hiller.

Ebenfalls gefalle ihm, dass die Goalies nun besser ins Spiel integriert sind. EA Sports nennt die Erneuerung «Dynamic Goalies». Das Feature ermöglicht, dass Goalies neu physisch gecheckt und überfahren werden können. Sie reagieren intelligenter aufs Spielgeschehen und stürzen sich aktiv ins Getümmel vor dem Tor (siehe Kasten).

Hiller nicht wie Hiller

Obwohl Hiller als digitales Abbild ins Spiel eingebaut ist, entspreche die Figur nicht hundertprozentig ihm. Vor allem bewege sich das digitale Abbild nicht wie er selbst. Wenn er «NHL 12» spiele, sei der digitale Hiller für ihn wie jede andere Figur im Spiel. «Es ist trotzdem cool zu wissen, dass ich als Anaheim-Goalie Teil des Spiels bin», schliesst er und macht sich für ein Match gegen die mittlerweile ebenfalls eingetroffenen EV-Zug-Spieler Josh Holden und Glen Metropolit bereit.

Neuerungen in «NHL 12»

Die neuste Ausgabe von «NHL» wird mit drei Neuerungen aufwarten. Ein Feature namens «Anticipation AI» sorgt dafür, dass die nicht spielbaren Mitspieler erahnen, wohin der Puck gespielt werden könnte und die entsprechende Positionen einnehmen. Die sogenannte «Full Contact Physics»-Technik berücksichtigt Gewicht und Grösse der Spieler: Krachen sie auf einen Gegner, geht der Kleinere eher zu Boden. Zudem halten die Spieler neu besser die Balance, womit sie ein Stolpern auffangen können. Beim harten Bodycheck können Spieler neu durch ein Schutzfenster oder in die Bank fliegen.

Das letzte Feature, die «Dynamic Golies» erlaubt den Torhütern, aktiver ins Spielgeschehen einzugreifen. Neu können die Goalies auch an Faustkämpfen teilnehmen.

Game-Channel

News, Tests und Hintergründe aus der Welt der PC-, Konsolen- und Mobile-Spiele erhalten Sie im Game-Channel von 20 Minuten Online.

Deine Meinung