Xherdan Shaqiri: «Wenn ich Bayern raushaue, ist das halt so»
Aktualisiert

Xherdan Shaqiri«Wenn ich Bayern raushaue, ist das halt so»

Basel gegen Bayern: Für einen wird das Achtelfinale der Champions League mehr als bloss ein Fussballspiel. Doch Shaq-Attack bleibt auch vor dem Kracher, was er ist: cool und selbstbewusst.

von
Eva Tedesco

Verzwickte Situation für Basels Flügelflitzer Xherdan Shaqiri. Bis Sommer steht der Kraftwürfel beim Schweizer Meister unter Vertrag. Danach geht er für vier Jahre mit Bayern München auf Titeljagd. Zunächst geht der wirblige Mittelfeldspieler noch mindestens 180 Minuten im rotblauen Dress des FC Basel gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber auf Torejagd – mit grossem Selbstvertrauen.

Die Generalprobe gegen YB ist dem FCB resultatmässig nicht nach Wunsch gelungen. Was muss sich gegen die Bayern ändern?

Xherdan Shaqiri: Ich glaube, dass man in Bern Offensivspektakel gesehen hat. Wenn wir unsere Chancen besser verwertet hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Der Boden war sehr schwierig zu bespielen, so gesehen sind wir mit dem 2:2 zufrieden.

Zwei der von Ihnen angesprochenen verpassten Chancen haben Sie verstolpert. Woran hat es gelegen?

Der Boden war sehr weich und rutschig. Man fand kaum Halt. Für einen Typ Spieler wie mich, der viele Haken schlägt und schnelle Richtungsänderungen macht, ist der Boden nicht entgegengekommen. Auf einem guten Platz mache ich zwei Tore.

Holen Sie die verpassten Tore gegen die Bayern nach?

Wir haben in den Gruppenspielen Manchester United geschlagen und aus der Champion League befördert. Jetzt wollen wir auch den Bayern ein Bein stellen. Und wie ich schon einmal gesagt habe: Wenn ich es sein soll, der die Bayern rausschiesst, dann ist das halt so.

Xherdan Shaqiri wechselt zu Bayern München

Gegen Ihren künftigen Verein zu spielen, ist aber auch für Sie sehr speziell?

In der Champions League zu spielen ist allein schon speziell. Wenn man einläuft und die Hymne hört, gibt das Hühnerhaut. Wir wollen die beiden Spiele gegen die Bayern und das Gefühl im Achtelfinal zu stehen in vollen Zügen geniessen. Ganz Basel, die ganze Stadt, ja ich glaube sogar die ganze Schweiz, freut sich auf dieses Duell gegen die Bayern. Natürlich freue ich mich doppelt, gegen meine künftigen Mannschaftskollegen zu spielen. Vielleicht werden wir auch das eine oder andere Wort wechseln, aber wie gesagt: Bis Sommer bin ich beim FC Basel und werde alles dafür geben, dass ich mich mit dem einen oder anderen Titel verabschieden kann. Und wir werden versuchen, in der Champions League den Bayern ein Bein zu stellen.

Der Rummel um Ihre Person ist im Umfeld der beiden Spiele riesig. Sie werden auch unter spezieller Beobachtung beider Lager stehen - der Schweizer und den deutschen Medien und Fans. Spüren Sie den Hype um Ihre Person und wird das Ihr Spiel beeinflussen?

Auch wenn ich derzeit viel im Rampenlicht stehe mache ich mir dazu nicht viele Gedanken. Das ist halt nun mal so und stört mich nicht in der Vorbereitung. Das hat man in Bern gesehen. Ich hatte auch gegen YB gute Aktionen.

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