F1-Legende droht: «Wenn ich der Boss von Daimler wäre, würde ich Lewis Hamilton die Tür zeigen»
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F1-Legende droht«Wenn ich der Boss von Daimler wäre, würde ich Lewis Hamilton die Tür zeigen»

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und der Mercedes-Rennstall haben sich noch nicht auf einen neuen Vertrag einigen können. Das stösst Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan sauer auf.

von
Adrian Hunziker
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Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat bei Mercedes noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. 

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat bei Mercedes noch keinen neuen Vertrag unterschrieben.

Foto: Getty Images
Die Verhandlungen zwischen dem 36-jährigen Briten und dem Rennstall laufen noch immer. 

Die Verhandlungen zwischen dem 36-jährigen Briten und dem Rennstall laufen noch immer.

Foto: AFP
Das stösst Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan sauer auf. Der 72-jährige Ire würde Hamilton drohen. 

Das stösst Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan sauer auf. Der 72-jährige Ire würde Hamilton drohen.

Foto: AFP

Darum gehts

  • Lewis Hamilton hat bei Mercedes noch keinen neuen Vertrag unterschrieben.

  • Die Verhandlungen harzen offenbar.

  • Hamiltons Verhalten findet F1-Legende Eddie Jordan nicht akzeptabel.

  • Der 72-jährige Ire würde den Briten vor die Wahl stellen.

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und sein Team haben sich noch immer nicht auf einen neuen Vertrag geeinigt – und das rund zwei Monate vor Saisonbeginn in Bahrain. Es heisst, Mercedes und der Brite seien am verhandeln. Einer sieht dieser Entwicklung kritisch entgegen: der ehemalige Teambesitzer Eddie Jordan. Die Formel-1-Legende bestätigte bei F1-Insider.com, dass sich die beiden Parteien über die Konditionen nicht einig seien.

«Ich habe nur gehört, dass Lewis mehr will, als Mercedes bereit ist zu bezahlen. Da geht es wohl auch um Beteiligungen an den Teameinnahmen und eine einflussreiche Rolle im Mercedes-Konzern», sagte der 72-Jährige. Und fügte sogleich an, was er davon hält: «Wenn ich der Boss von Daimler wäre, würde ich ihm die Tür zeigen: Entweder du fährst zu unseren Bedingungen oder du gehst.» Jordan besass selber den Formel-1-Teamstall Jordan Grand Prix von 1991 bis 2005. Für Jordan ging unter anderem Legende Michael Schumacher an den Start.

Hamilton befindet sich im Höhentraining

Jordan wüsste genau, was er Hamilton sagen würde, wäre er denn sein Chef: «Ich würde ihm erzählen, was Bernie Ecclestone nach dem Tod von Ayrton Senna gesagt hat: Auch wenn Bernie wie alle geschockt und traurig war, fand er als erster seine Fassung wieder und sagte uns: ‹Hört jetzt auf zu jammern: Jeder ist ersetzbar.› Das sollte jetzt auch Lewis wissen.»

Der 36-jährige Brite äusserte sich bisher öffentlich zu den Verhandlungen nicht. Er meldete sich aber via Instagram. Dort postete er ein Video von seinem Höhentraining und schrieb unter anderem dazu: «Es wird gerade im Hintergrund viel gearbeitet.»

Mercedes postete kürzlich einen Kugelschreiber und fügte an: «Man weiss nie, wenn ein solcher gebraucht wird.» Affaire à suivre …

Alfa Romeo macht den Anfang

Als erstes Formel-1-Team hat Alfa Romeo den Vorstellungstermin seines neuen Wagens bekanntgegeben. Der C41 wird am 22. Februar in Polens Hauptstadt Warschau präsentiert. Dies teilte der Rennstall am Mittwoch mit. Titelsponsor Orlen, ein Mineralölkonzern, hat seinen Hauptsitz in Polen. Stammpiloten bei dem Rennstall aus dem Schweizer Hinwil sind Kimi Räikkönen (41) aus Finnland und der Italiener Antonio Giovinazzi (27). Mitte März sollen in Bahrain die offiziellen Formel-1-Testfahrten stattfinden. Der erste Grand Prix ist am 28. März ebenfalls in der Wüste angesetzt. (dpa)

Deine Meinung

135 Kommentare
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Keine Fahrer mehr

21.01.2021, 22:31

Man könnte die Autos auch fernsteuern. Dann braucht es keine Fahrer mehr. Weniger spannend würde es wohl nicht.

Mer serb us Benz

21.01.2021, 19:49

Er könnte nun zum Imageproblem für die Benzen werden. Sein Charakter entspricht einer bestimmten Schicht Mercedesfahrer, nämlich jenen, die ihr Ego durch das Auto manifestieren. Wer das ablehnt, könnte die Marke wechseln.

Hamiltons Magie ist vorbei

21.01.2021, 06:32

Ohne Russels Performance als Ersatz bei Mercedes wär das schon längst unterschrieben. Russel hat Hamilton entzaubert, als er gezeigt hat, dass auch ein Fahrer on the fly ohne Erfahrungen mit dem Mercedes schnell und sogar noch mit Problemen beim Sitzen fahren kann.