Energy Challenge: «Wenn ich es gecheckt habe, kann das jeder»
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Energy Challenge«Wenn ich es gecheckt habe, kann das jeder»

Social-Media-Promi Bendrit Bajra über einen nicht ungefährlichen Videodreh, Abfalltrennung und Gilbert Gress.

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sts
«Ein verdammt schwieriges Teil» nennt Bendrit das Hamsterrad, in dem er für eine vierköpfige Familie Strom produzieren musste.

«Ein verdammt schwieriges Teil» nennt Bendrit das Hamsterrad, in dem er für eine vierköpfige Familie Strom produzieren musste.

Energy Challenge

Internet-Komiker und Social-Media-Promi Bendrit Bajra, bekannt für seine pointierten Youtube-Beiträge über die Unterschiede zwischen Schweizern und Ausländern, erzeugt in den neuen Werbevideos der Energy Challenge 2018 aus eigener Muskelkraft Energie für den Strombedarf einer vierköpfigen Familie. Dabei wird er vom ehemaligen Fussballtrainer Gilbert Gress, der mit einem Megafon ausgestattet ist, zu Bestleistungen angetrieben. «Ich habe Bendrit gesagt, wenn er sich anstrenge, warte danach ein grosses Steak mit Pommes Alumettes. So liessen sich früher auch schon Spieler motivieren, wie etwa Robert Lüthi bei Xamax», erzählte Gress in einem Interview. Ob die Strategie funktioniert hat und wie es um seine Energieebilanz steht, verrät Bendrit im Gespräch mit 20 Minuten.

Bendrit, im Video der Energy Challenge 2018 musstest du in einem Riesen-Hamsterrad rennend Energie für den Bedarf einer ganzen Familie erzeugen. Wie hast du den Dreh erlebt?

Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass das Ganze deutlich einfacher aussieht, als es tatsächlich ist. Vor dem Dreh war ich auf die Verletzungsgefahr aufmerksam gemacht worden, aber ich dachte, es werde masslos übertrieben und alle seien bloss übervorsichtig – typisch Schweizer halt. Das Hamsterrad ist jedoch tatsächlich ein verdammt schwieriges Teil! Man sollte über einen guten Gleichgewichtssinn verfügen; leider ist der bei mir nicht besonders ausgeprägt. Auch das Verlassen des Rades war nicht einfach: Das Teil ist ziemlich schwer, und wenn man die Geschwindigkeit nicht konstant hält, wird das Aussteigen beinahe unmöglich. Entweder muss jemand das Rad stoppen oder es bleibt nur der Sprung nach draussen. Ich habe mich für die zweite Option entschieden.

Warst du zufrieden mit dem Resultat?

Ja, eigentlich habe ich mich nicht schlecht geschlagen. Die Familie konnte dank dem von mir erzeugten Strom ihren Alltagstätigkeiten nachgehen, ich habe den Dreh unverletzt überstanden und es hat richtig Spass gemacht. Gilbert Gress hat mich motiviert, mein Bestes zu geben. Es war das erste Mal, dass ich ihn treffen durfte, und er ist so cool! Die Zeit beim Videodreh verging so schnell wie nie zuvor.

Nach dem Videodreh sahst du ganz schön fertig aus. Hat sich etwas an deinem Umgang mit Energie verändert, seit du weisst, wie viel Muskelkraft nötig wäre, um genügend Strom für alltägliche Handlungen zu erzeugen?

Es war eindrücklich zu sehen, wie ich mich abmühen musste, um den Strombedarf einer einzigen Familie abzudecken. Meine Beine schmerzten ganz schön und ich hatte gerade einmal genug Energie für vier Leute produziert.

In welchen Bereichen bist du bereits zufrieden mit deinem Energieverbrauch und wo siehst du Verbesserungspotenzial?

Ich muss gestehen, dass ich früher ein Spezialist darin war, überall das Licht brennen zu lassen. Obwohl ich schon längst im Zimmer war, brannte das Ganglicht noch immer. Mir war selber bewusst geworden, dass dieses Verhalten nicht besonders umweltfreundlich ist, und ich habe mir antrainiert, nach dem Verlassen eines Raumes das Licht konsequent zu löschen.

Vor zwei Jahren begann ich, generell mehr auf die Umwelt zu achten. Eine Dokumentation zum Thema, was Plastik im Meer anrichten kann, hatte mich zum Nachdenken angeregt. Seit diesem Zeitpunkt gebe ich vermehrt darauf acht, Abfall korrekt zu trennen. Davor hatte ich immer gedacht: «Alle anderen machen ja auch nichts für die Umwelt, wieso sollte ich es also tun?» Diese Einstellung ist jedoch dämlich, schliesslich sollte jeder Mensch für sich selbst denken können.

Man muss ja nicht gleich oberpingelig werden, aber PET- oder Glasflaschen gehören nun echt nicht in den normalen Müll. Ein Freund von mir arbeitet auf einem Werkhof. Als ich ihn einmal auf der Arbeit besuchte, war ich schockiert, was alles in Abfallsäcken landet.

47 Prozent der Leser von 20 Minuten gaben in einer im letzten Frühling durchgeführten Umfrage an, sie würden gern nachhaltiger leben. Was würdest du ihnen raten?

Die Leute sollten mit kleinen Verbesserungen beginnen und beispielsweise das Licht löschen, wenn sie ein Zimmer verlassen, und ihren Abfall trennen. Macht doch einfach die Augen auf und ihr werdet sehen, dass es so viele Möglichkeiten gibt, Energie zu sparen oder die Umwelt zu schonen. Und hey: Wenn ich es gecheckt habe, kann das jeder!

Am Stand der Energy Challenge 2018 auf der Mustermesse Muba in Basel können sich die Besucher noch bis Sonntag, 29. April 2018, mit Bendrit messen und ebenfalls versuchen, im Riesen-Hamsterrad aus eigener Muskelkraft Energie zu erzeugen.

Energy Challenge 2018

Die Energy Challenge 2018 ist eine nationale Aktion von EnergieSchweiz und dem Bundesamt für Energie (BFE) rund um die Themen Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien. Das Ziel in diesem Jahr ist, dass die Schweizer Bevölkerung gemeinsam mit den Partnern der Energy Challenge 2018 gesamthaft 30 Millionen Kilowattstunden einspart. Als Medienpartner beleuchtet auch 20 Minuten den Themenschwerpunkt mit Reportagen, Interviews, Energiespartipps und Quiz-Spielen. Mehr Infos gibt's in der kostenlosen Energy-Challenge-App für Android oder für iOS.

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