Aktualisiert 23.07.2008 08:50

Eric Hassli«Wenn ich treffe, rufe ich die Fans an»

Keine Choreos, keine Sprechgesänge, sondern leere Ränge erwarten den FCZ am Mittwoch im ersten Heimspiel der Saison gegen Luzern. Ein Nachteil für die Zürcher? Psychologen meinen: Nein!

von
Michael Wegmann

Die Antwort steht in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Psychoscope» der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP, und sie dürfte der Zürcher Südkurve nicht gefallen: «Allen schönen Sprechgesängen zum Trotz: Die langjährigen Studien können keinen signifikanten Effekt von ihnen auf den Heimvorteil nachweisen.»

Eine bittere Wahrheit für alle Fans, nicht nur im Fussball. Sind denn all die schönen Reime, die eingängigen Melodien und das rhythmische Klatschen für die Katz?

Nicht ganz, sagen die Psychologen. Sind die Spieler überzeugt, sie seien zu Hause eine Macht, kann das ein

Ansporn sein. Oder wie es Hansruedi Hasler, Technischer Direktor des Schweizerischen Fussballverbands, ausdrückt: «Heimvorteil gibt es, weil man daran glaubt.»

Die Spieler jedenfalls sind gespannt auf das erste von zwei Geisterspielen nach den Ausschreitungen am 2. Mai in Basel. Die beiden Torschützen beim 2:1-Sieg am Sonntag in Neuenburg stellen sich die Frage nach dem Zelebrieren eines Torerfolgs. Almen Abdi: «Wahrscheinlich werde ich gar nicht jubeln.» Und Eric Hassli hat eine Lösung: «Falls ich treffe, rufe ich die Fans an, um mit ihnen zu jubeln.»

Ganz leer wird das Sta­dion nicht sein: 170 Medienschaffende und 50 Funktionäre sind zugelassen. Stimmung machen werden sie aber nicht.

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