Wenn Internet-Bilder die Karriere zerstören
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Wenn Internet-Bilder die Karriere zerstören

Jüngstes Opfer ist die 30-jährige Lehrerin Tiffany Shepherd aus Fort Pierce in Florida. Wegen privater Bikini-Fotos steht sie nun auf der Strasse.

Um die Haushaltskasse aufzubessern, arbeitete die geschiedene Mutter dreier Kinder in ihrer Freizeit auf einem Boot, auf dem Fischertouren angeboten werden. Um Kunden anzulocken, tragen die Mitarbeiterinnen als Arbeitsbekleidung einen Bikini. Fotos davon waren auf der Website des Veranstalters und auf der persönliche MySpace-Seite Shepherds zu sehen. Einige der Hostessen sollen sich auch teilweise des Oberteils entledigt haben. Tiffany Shepherd beteuert aber stets, dies bewusst unterlassen zu haben.

Ein Bekannter muss die Bikini-Bilder entdeckt und sich bei der Schulleitung darüber beschwert haben. Diese kündigte Ende April der Biologie-Lehrerin die Anstellung, ohne einen Grund dafür angegeben zu haben. «Sie haben mir nicht gesagt warum. Ich fragte sie deshalb direkt, ob es was mit meiner Teilzeitstelle zu tun hat», wird sie in einem Interview mit ABC-News zitiert. Auf eine Antwort wartete sie aber vergebens.

Erst als die lokalen Medien den Fall aufgriffen, wurde seitens der Schulleitung die folgende Erklärung abgeben: «Ms. Shepherd wurde suspendiert, weil sie zu oft im Unterricht fehlte. Wir haben sie deswegen schon zwei Mal schriftlich verwarnt. Schon bei ihrem letzten Arbeitgeber wurde sie deswegen entlassen. Die jetzige Kündigung wurde schon beschlossen, bevor wir von ihrem Nebenjob in Kenntnis gesetzt wurden», rechtfertigt Janice Karst, Presseverantwortliche der St. Lucie County School, den Entscheid.

Tiffany Shepherd fühlt sich ungerecht behandelt und befürchtet, dass sie in Florida keine Anstellung mehr als Lehrerin finden wird: «Ich überlege mir einen Anwalt einzuschalten, um gegen die Kündigung anzukämpfen. Es darf nicht sein, dass andere das gleiche Schicksal erfahren müssen.»

Tiffany Shepherd in einem Interview mit CNN

(mbu)

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