Aktualisiert 04.05.2006 13:24

Wenn Jugendliche zu Gewalttätern werden

Die Jugendgewalt ist in der Schweiz massiv angestiegen. Das Schweizer Fernsehen widmet sich heute Abend in einer DOK-Sendung diesem Thema. Einer der Exponenten ist morgen auf 20Minuten.ch im eTalk.

Die Anzahl jugendlicher Gewaltstraftäter ist in der Schweiz seit den 90er-Jahren regelrecht explodiert. Gewaltanwendung gehört für immer mehr Jugendliche zur Normalität. Und die Täter werden immer jünger. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren begehen die meisten Gewaltdelikte − laut Strafrecht noch Kinder. Die meisten Delikte werden in Cliquen begangen. Der Gruppendruck ist gross, und oft fehlt den Jugendlichen jegliches Mitgefühl für ihre meist jugendlichen Opfer. Aber nur gerade zehn Prozent der Betroffenen getrauen sich die erlittenen Straftaten anzuzeigen. Meist aus Scham, und oft aus Angst vor noch mehr Gewalt.

Aber warum haben die Täter zugeschlagen? Warum Gewalt angewandt? Jugendanwaltschaft, Gefängnis, Anti-Agressionstraining, Pflegefamilie und Schulheim waren die Konsequenzen. Mit welchem Erfolg?

Barbara Müller und Miranda Emery haben drei Jugendliche porträtiert, die Gewaltdelikte begangen haben. Andi, Melanie und Valon wurden erst durch die Justiz gestoppt.

Einer der Protagonisten des Films, Andi, kommt am 5. Mai von 12.00 bis 13.00 Uhr in den eTalk von 20 Minuten. Der Dok «Jugendgewalt» wird heute Abend, 4. Mai, um 20.00 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt.

Quelle: SF

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