Aktualisiert 15.12.2010 13:16

Kaffekapseln«Wenn nötig, schützen wir unser Eigentum»

Seit heute sind die Nespresso-Kapselimitate von Denner im Handel. Nespresso-Geschäftsführer Pascal Hottinger reagiert gelassen auf die Konkurrenz - bislang.

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job
Denner ist nicht erster: Die US-Firma Sar Lee sowie der ehemalige Nespresso-Chef Jean-Paul Gaillard haben bereits früher erfolgreich Nespresso-Imitate lanciert.

Denner ist nicht erster: Die US-Firma Sar Lee sowie der ehemalige Nespresso-Chef Jean-Paul Gaillard haben bereits früher erfolgreich Nespresso-Imitate lanciert.

Seit heute Morgen sind die Kaffee-Kapseln der Migros-Tochter Denner im Handel. Sie lassen sich in Nespresso-Maschinen brühen, sind aber nur halb so teuer wie die Originalkapseln. Rechtlich begibt sich Denner damit zuminest in eine Grauzone. Denn offiziell ist das Patent von Nespresso auf dem Kapsel-Prinzip bis 2012 gültig.

Nespresso-Geschäftsführer Pascal Hottinger gibt sich auf Anfrage von 20 Minuten Online bezüglich juristischer Massnahmen zurückhaltend: «Wenn nötig, schützen wir unser geistiges Eigentum», sagt er. In den nächsten Tagen werde entschieden, ob allenfalls rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Keine Angst

Er nehme die neue Konkurrenz gelassen, sagt Hottinger: «Wir haben uns an ein Umfeld mit vielen Mitbewerbern gewöhnt.» Vor der Konkurrenz habe er keine Angst, weil man sicher sei, die höchste Qualität zu bieten. Ausserdem ist Nespresso in Rechtsstreitikeiten mit anderen Imitatoren bisher nicht auf einen grünen Zweig gekommen.

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