«Summer Games»: Wenn Papa mal wieder tobt
Aktualisiert

«Summer Games»Wenn Papa mal wieder tobt

Die Geschichte zweier Paare in der kurzen Ferienzeit eines Sommers am Meer.

«Summer Games» Trailer.

Während die Eltern von Nic trotz mehreren Anläufen in einer prekären Abhängigkeit gefangen bleiben, verarbeitet ihr 12-jähriger Sohn in Spielen mit anderen Kindern die traumatisierenden Gewaltausbrüche seines Vaters. Er versucht dabei, der gleichaltrigen Marie, die ihrerseits unter der Beziehung zu ihrem Vater leidet, beizubringen, nichts zu spüren. In Wirklichkeit lernen die beiden die Schmerzen und Freuden der ersten Liebe kennen und verändern sich dabei.

Rolando Collas jüngste Regiearbeit profitiert von eindrücklichen schauspielerischen Leistungen. Die Kinder leiden unter dem Unvermögen der Eltern, mit ihren eigenen Gefühlen klarzukommen. Häufige Streitereien vor den Kindern, aber auch die Wutausbrüche des Vaters führen mehrmals zu dramatischen Szenen. Notorischer Geldmangel und alltägliche Überforderungen sogar in den Ferien lassen in tiefe Abgründe blicken. Kurz: So simpel dieser Film auch erscheinen mag, er weckt Emotionen, allenfalls gar eigene Kindheitserinnerungen.

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