Aktualisiert 02.10.2012 11:03

Elfmeter-Varianten

Wenn Penalty-Schützen kreativ werden

Eine ungewöhnliche Penalty-Variante des FC St. Gallen ging im Spitzenkampf gegen GC in die Hose. Immer wieder versuchen sich Fussballer vom Punkt als Künstler – mit unterschiedlichem Ausgang.

von
fbu

Die missglückte Penalty-Variante des FC St. Gallen gegen GC. (Quelle: SF)

Im Spitzenkampf der Super League zwischen den Grasshoppers und dem FC St. Gallen präsentierten die Ostschweizer eine ungewöhnliche Penalty-Variante. Pa Madous Versuch war aber erstens nicht erfolgreich und zweitens nicht regelkonform. So blieb es beim 1:0-Sieg des Heimteams.

Die Möglichkeit vom Punkt den Ball zu versenken, hat schon so einige Fussballer kreativ werden lassen: Von einer indirekten Variante, über den Salto-Penalty bis hin zum Hackentrick - es gibt kaum etwas, was nicht schon einmal versucht wurde.

Der indirekte Cruyff-Penalty

Für manche Spieler ist es offenbar zu langweilig, den Ball bei einem Elfmeter einfach ins Tor zu dreschen. Schon 1982 zeigte der damalige Ajax-Stürmer Johann Cruyff, dass ein Penalty nicht unbedingt zum Duell zwischen Feldspieler und Torwart verkommen muss. Anstatt des zu erwartenden Direktschusses legte der Holländer den Ball im Spiel gegen Helmond Sport zu seinem Kollegen Jesper Olsen rüber. Nach einem Doppelpass schob Cruyff locker ein. Diese Variante ging als Cruyff-Penalty in die Geschichte ein.

Der Panenka-Penalty

Sehr bekannt ist die Lupfer-Variante beim Elfmeter: Erstmals aufgeführt von Antonin Panenka im EM-Final von 1976 zwischen der Tschechoslowakei und der Bundesrepublik Deutschland. Noch heute wird der Panenka-Penalty oft nachgeahmt.

Der Salto-Penalty

Im Jahr 2011 verblüffte ein einstiger finnischer U16-Internationler und A-Junior des FC Baar mit einer unüblichen Art, den Penalty zu versenken. Gleich nach dem Schuss setzte Joonas Jokinen zum Salto an und versetzte die Zuschauer ins Staunen.

Der Standbein-Penalty

Eine weitere Möglichkeit, den gegnerischen Torwart beim Elfmeter zu verwirren, zeigte vor rund eineinhalb Jahren ein isländischer Fussballer: Er zog kurzerhand ab – mit dem Standbein und mit Erfolg.

Der Pirouetten-Penalty

Wunderbar, aber erfolglos: Der einstige brasilianische Nationalspieler Djalminha vollführte bei der Hallenmeisterschaft «Brasileiro de Showbol» eine Pirouette, bevor er den Elfmeter in Richtung Tor zirkelte. Den Torhüter hat er zwar erfolgreich getäuscht, doch der Abschluss missglückte so sehr, dass der Keeper bereits wieder zur Stelle war.

Der Hackentrick-Penalty

Sommer 2011: Theyab Awana, Nationalspieler der Vereinigten Arabischen Emirate, drehte sich im Testspiel gegen den Libanon (7:2) bei seinem Versuch um 180 Grad und beförderte den Ball mit der Hacke ins Tor. Der Goalie war so verdutzt, dass er den wenig präzisen Schuss zum 5:2 passieren liess.

Rabona-Penalty

Spektakulär ist auch die Ausführung eines Elfmeters in Rabona-Manier, das heisst mit überkreuzten Beinen. Erst vor Kurzem zeigte der Finne Pekka Sihvola noch eine erschwerte Variante dieses Penaltys. Mit verbundenen Augen zirkelt er einen Rabona-Penalty ins hohe Eck.

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